Aura: Dieses Sicherheitssystem für die Wohnung benötigt keine Überwachungskamera

Mit Aura präsentiert Cognitive Systems einen neuen Ansatz für die moderne Überwachung des Eigenheims. Denn das System verzichtet vollständig auf Kameras. Eine Funkwolke soll es besser machen.

Laut Cognitive Systems funktioniert Aura nicht schlechter als herkömmliche Sicherheitssysteme für die eigenen vier Wände. Kameras müssen allerdings keine aufwändig angebracht werden. Stattdessen besteht Aura aus zwei Komponenten: Ein Hub in Form eines Würfels übernimmt die Steuerung und den Zugang zum Internet. Der zweite Teil ist ein kleiner, handlicher Sensor, der im Raum platziert wird. Beide Geräte stehen miteinander in Verbindung und sollten sich im besten Fall möglichst weit voneinander entfernt befinden. Denn – und das ist die eigentliche Besonderheit – alle Bewegungen zwischen Hub und Sensor werden wahrgenommen und vom System erkannt. Wände, Treppen und andere Hindernisse dagegen kann Aura ignorieren.

Funkwolke als Sicherheitssystem

Ein dreidimensionaler Raum wird durch Funkwellen erzeugt. Sobald Menschen oder Tiere dieses Areal betreten, kann Aura aktiv werden. Auf angebundenen Smartphones oder Tablets wird jede Bewegung als Benachrichtung angezeigt – auf Wunsch in Echtzeit oder mit einer Historie. Doch nicht nur das: Aura filtert nicht menschliche Bewegungsmuster, beispielsweise von eurem Hund oder eurer Katze, einfach heraus. Somit schlägt Aura nicht unnötig Alarm, im Hub ist eine entsprechende Sirene verbaut. Ebenfalls können Familienmitglieder oder Besucher (Freunde, die die Blumen gießen zum Beispiel) das Sicherheitssystem über die App deaktivieren bzw. sich als vertrauenswürdige Person autorisieren. Eine Anbindung zu IFTTT existiert ferner.

Das System. (Foto: Cognitive Systems)

Das System. (Foto: Cognitive Systems)

Gute Idee? Auf jeden Fall!

Ab dem 5. Januar 2017 beginnt der Vorverkauf direkt beim Hersteller, 499 US-Dollar soll Aura auf der offiziellen Webseite kosten. Meiner Meinung nach ist das durchaus ein fairer Preis, sollte das Konzept so wie beworben funktionieren. Und ich kann mich gut vorstellen, dass das klappt: Aura lässt eine Art Funkwolke entstehen, die auf Veränderungen durch Bewegungen reagiert. Das klingt plausibel und zweifelsohne nach einem frischen Ansatz, der vor allem dann reizvoll ist, wenn man nicht zwingend Videoaufnahmen benötigt. Im Fall Aura dürfte die Installation sehr viel einfacher ausfallen und sich gut in die Wohnung oder das Haus einbinden lassen. Cognitive Systems bewirbt Aura übrigens auch damit, dass keine personenbezogenen Daten und Videos sowie Fotos gespeichert werden. Damit ist diese Lösung zusätzlich sehr viel diskreter und anonymer.

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