Xbox Originals: Microsoft wirbt mit eigenen TV-Serien von Steven Spielberg und Ridley Scott

Microsoft, der Software-Gigant? Ja, auch, aber weil die Geschäfte mit dem Betriebssystem Windows und dem Büroprogramm Office nicht mehr so gut laufen, sucht der Konzern nach neuen Standbeinen. Etwa Hardware. Doch die neue Spielkonsole Xbox One ist für viele Kunden zu teuer, zu neugierig und verkauft sich deswegen nicht ganz so erfolgreich wie der Konkurrent Playstation 4 von Sony. Also sollen es jetzt nach dem Vorbild von Netflix eigene TV-Serien und Filmen richten, für die Microsoft namhafte Produzenten gewonnen hat.

So sollen keine geringeren als die bekannten Kino- und Serienproduzenten Steven Spielberg und Ridley Scott an zwei eigenen Formaten arbeiten, die auf der Spielreihe „Halo“ basieren. Das gab der Konzern in einem eigenen Schreiben bekannt. Spielberg soll dabei an einer TV-Show über „Halo“ beteiligt sein, die bereits diesen Sommer auf der Xbox One verfügbar sein soll, Scott an einem interaktiven Feature über das Spiel, das die Elemente der Spielkonsole mit einbezieht.

Dokus, Filme, Serien

Zumindest Scott soll allerdings nicht die Regie des Features übernehmen, sondern nur die Rolle des Executive Producers einnehmen, der sich mehr um die Projektfinanzierung als um die Umsetzung kümmert. Auch Spielberg soll für die TV-Serie Executive Producer sein. Ob er darüber hinaus auch an der Regie und dem Drehbuch mitwirken wird, ist noch unklar.

Weitere Formate, die Microsoft für die Xbox One plant, sind etwa „Every Street United“, eine Doku über die beiden Fußballlegenden Edgar Davids und Thierry Henry auf der Suche nach den Talenten von morgen, oder „Atari: Game Over“, eine Doku über die Suche nach dem legendären Videospiel „E.T.“, von denen Atari 1983 nach schlechten Kritiken Millionen von Originalpackungen in der Wüste Nevada deponiert haben soll.

Fernsehsender nicht mehr notwendig

Bei einigen der angekündigten Titel wie der Graphic Novel „Winterworld“ könnten die Grenzen zwischen Serie und Spiel verschwimmen. Das ist der Vorteil, den Microsoft mit einer Spielkonsole gegenüber den Konkurrenten hat. Ob die Formate kostenlos für Xbox-Kunden verfügbar sein werden, ist allerdings noch unklar.

Originalformate, die nicht mehr zuerst für das Fernsehen produziert werden, liegen mittlerweile im Trend. Der US-Videostreaminganbieter Netflix ging das Risiko ein, finanzierte mehrere Formate für viel Geld selbst und landete schließlich mit Serien wie „House of Cards“ und „Orange is the new Black“ einen großen Erfolg. Amazon zog im vergangenen Jahr mit eigenen Comedy-Formaten nach und produziert derzeit sechs weitere Folgen für das eigene Streaming-Angebot Prime Instant Video. Netflix-Konkurrent Hulu arbeitet seit längerem an mehr oder weniger teuren Eigenproduktionen. Und auch Yahoo will zwei eigene Comedy-Serien produzieren.

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