Spiel der Woche: Cities – Skylines ist das bessere SimCity

Electronic Arts besitzt aktuell keine Pläne, die berühmte Aufbauspiele-Reihe „SimCity“ fortzusetzen. Doch das ist nicht tragisch, denn mit „Cities: Skylines“ bekommen Genrefreunde genau das, wonach sie seit Jahren suchen. Bei diesem Titel bauen Sie frei und nach eigenen Vorstellungen eine detailverliebte Metropole auf. Das fühlt sich klassisch und richtig gut an.

Bauen, bauen, bauen!

Es mag ein wenig bedauerlich sein, dass „Cities: Skylines“ auf ausführliche Tutorials verzichtet. Statt die wichtigsten Elemente interaktiv zu erläutern, wird man gleich in den „Sandkasten“ geworfen, in dem hier und da ein paar Infotafeln die Hintergründe erklären. Das ist gerade für unerfahrene Genreneulinge verwirrend, für Kenner und „Sim City“-Veteranen dagegen kein Problem. Denn wie schon beim Original gilt es hier, zu Beginn sein Örtchen aufzubauen. Straßen werden aus dem Boden gestampft und Gebiete festgelegt, an denen sich Industrie, Bewohner und Gewerbe ansiedeln können. Wasser und Strom sind genauso wichtig wie Feuerschutz, Gesundheit und Bildung. Ein weiteres Kernelement ist die überlegte Infrastruktur, ohne die eine effiziente Stadt nicht funktionieren kann.

Eine belebte Großstadt. (Foto: Paradox)

Eine belebte Großstadt. (Foto: Paradox)

Diese Aspekte sind dennoch nur die Oberfläche von „Cities: Skylines“, bei der es in erster Linie ums Aufbauen geht. Gebäude werden platziert und das Wachstum der eigenen Stadt genau geprüft. Recht schnell offenbaren sich weitere Elemente, die das Spiel deutlich fordernder machen.

Tiefgründig

Ebenfalls ähnlich wie in „Sim City“ treffen Spieler politische Entscheidungen, um so die angehende Metropole in eine gewünschte Richtung zu lenken. Interessant ist hierbei, dass man Stadtbezirke erschafft und diese individuell gestaltet. Dass der Nah- und Fernverkehr stets im Auge behalten werden muss, versteht sich von selbst. Von den Finanzen ganz zu schweigen.

Riesige Karten und Stadtteile. (Foto: Paradox)

Riesige Karten und Stadtteile. (Foto: Paradox)

Zwar gibt es in dem Sinne keine konkreten Missionen, dafür aber verschiedene Szenarien, die erstaunlich weitläufig und facettenreich geraten sind. Bei „Cities: Skylines“ ist es ohne weiteres möglich, riesige Landstriche in gewaltige Großstädte mit Wolkenkratzern und einer komplexen Struktur zu verwandeln.

Besonderheiten

Bei näherer Betrachtung besitzt „Cities: Skylines“ weitere Besonderheiten. Neben den besagten Bezirken, die sich tatsächlich gravierend auf die Stadt auswirken und die Authentizität erhöhen, ist auch der Ansatz der Bevölkerung realistisch. Denn es wird jeder Mensch gewissermaßen simuliert, unter anderem bezogen auf die schulische Ausbilung und dem Job, den er nachgeht. Das beeinflusst die Gebäudeentwicklung sowie den Verkehr auf den Straßen. Clever.

Viel Potential besitzt ferner die Modding-Tauglichkeit. Das heißt: Bastelfreunde dürfen „Cities: Skylines“ durch Werkzeuge, die die Entwickler freigegeben haben, künftig erweitern und verbessern. Da könnten uns noch etliche Neuerungen aus der Community erwarten. Erste Karten gibt’s beispielsweise schon zum Gratis-Download.

Gut sieht „Cities: Skylines“ übrigens aus. Auch auf etwas älteren Rechnern gibt sich das Werk kaum eine Blöße und bietet eine angenehme Performance. Einzig die akustische Seite ist ziemlich schwach. Schade.

Runde Sache

Ausschließlich für Windows, MacOSX und Linux erhältlich.

Ausschließlich für Windows, MacOSX und Linux erhältlich.

„Cities: Skylines“ ist ein großes Vergnügen für „Sim City“-Anhänger und Aufbauspiel-Liebhaber. Schnell zu verstehen, aber doch komplex. Viele Möglichkeiten sich zu entfalten, aber leicht zu bedienen. Vielfältig und umfangreich, aber zu keiner Zeit überfrachtet. Wer endlich wieder Stunden damit verbringen möchte, die Stadt seiner Träume nachzubauen, trifft hier eine großartige Wahl.

Und teuer ist „Cities: Skylines“ ebenfalls nicht, liegt der Preis bei fairen 30 Euro. Wer das Spiel regulär im Einzelhandel erwirbt, bekommt diverse Bonus-Gegenstände wie eine Hüpfburg, einen Hundepark oder einen Basketball-Platz spendiert. Wie schön.

Weitere Details erhalten Sie auf der offiziellen Webseite.

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