Project Morpheus: Sonys VR-Brille ist fertig. Aber…

Project Morpheus: Sonys VR-Brille ist fertig. Aber…

Das Eintauchen in virtuelle Welten wird der neue, heiße Trend für das nächste Jahr. Sonys Project Morpheus ermöglicht Besitzern einer PlayStation 4 ein intensives Erlebnis mit dieser VR-Brille. Die Hardware ist schon fertig. Aber noch müsst ihr euch gedulden…

Attraktiv, weil…

Zwar sind noch keine konkreten Preise für die konkurrierenden VR-Brillen Oculus Rift oder HTC Vive bekannt, doch mit sehr großer Wahrscheinlichkeit dürfte Project Morpheus der preislich günstigste Einstieg in Virtual Reality sein. Der Grund ist ein einfacher: Während ihr für Oculus und Co. einen überaus potenten PC mit guter Grafikkarte benötigt, genügt bei der VR-Peripherie der Japaner eine PlayStation 4. Diese übernimmt die gesamte Rechenarbeit und bringt das Geschehen auf Project Morpheus.

Aber: Auch Sony verrät noch nicht, wie viel ihr für Project Morpheus zahlen dürft. Verbaut wurde im letzten öffentlich vorgestellten Prototypen ein 5,7 Zoll großer OLED-Bildschirm mit einer Full HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel). Jeder Pixel besitzt eigene RGB-Pixel für eine bessere Qualität, die Bildrate liegt bei 120 Hz. Durch am Headset angebrachte LEDs sei eine volle 360 Grad-Bewegungserkennung möglich, als Eingabegeräte kommen bis zu zwei Move-Controller zum Einsatz. Und eine PlayStation Camera wird ebenfalls vorausgesetzt.

Die LEDs am Gehäuse dienen dem Tracking. (Foto: Sony)
Die LEDs am Gehäuse dienen dem Tracking. (Foto: Sony)

Ob sich an den technischen Angaben noch etwas ändert? Das ist bisher nicht klar, vermutlich spätestens am 5. Dezember werden wir dies erfahren. Denn dann findet die PlayStation Experience in San Francisco statt, Sonys Hausmesse im Bereich der Gaming-Unterhaltung. Laut Ingenieur Dennis Castleman, Mitarbeiter bei Sony Computer Entertainment, sei die Hardware jedenfalls schon einmal fertig. Man warte allerdings noch auf etwas, das für Spieler wirklich wichtig ist…

Spiele!

Sony gibt Entwicklern allen Anschein genügend Zeit, um Games zu entwerfen oder vorhandene Spiele an Project Morpheus anzupassen. Deshalb heißt es auch hier, dass die VR-Brille für die PS4 erst im 1. Quartal 2016 in den Handel kommen soll. Die Zeit wird vermutlich auch benötigt, um genügend Geräte herzustellen. Dennis Castleman meint hierzu, dass Sony genügend Erfahrungen darin besitzt, große Mengen an Konsumgütern zu produzieren. Etwas, was die Mitbewerber von Oculus VR trotz genügend Geld dank Facebook eventuell nicht hinbekommen werden.

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Aber wie gesagt: Spiele! Software sells Hardware – der Slogan gilt nach wie vor und wahrscheinlich besonders in diesem noch jungen Segment. Etliche Titel wurden bereits angekündigt, und sie entscheiden letztlich darüber, ob Konsumenten zu Project Morpheus greifen möchten.

Könnte was werden

Wir sehen in Morpheus in jedem Fall sehr viel Potential, denn wie es schon der Sony-Mitarbeiter andeutet: Der Konzern weiß, wie man Produkte herstellt und verkauft. Besonders reizvoll erscheint der Gedanke, dass die VR-Brille optimal auf die PS4 zugeschnitten ist, ausgiebiges Konfigurieren, Installieren von Treibern und andere Maßnahmen dürften somit entfallen. Und sollte Project Morpheus unter 500 Euro kosten, erhält man zusammen mit einer PS4 (sofern man diese noch nicht besitzt) für deutlich unter 1000 Euro ein vollständiges VR-System die die eigenen vier Wände. Das setzt freilich voraus, dass die Technik am Schluss überzeugen kann und nicht mit Verzögerungen (zwischen Ein- und Ausgabe) und optischen Einbußen zu kämpfen hat.

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