In-App-Kauf-Falle: Spiele sollen nicht mehr als kostenlos deklariert werden dürfen

In-App-Kauf-Falle: Spiele sollen nicht mehr als kostenlos deklariert werden dürfen

Das Thema „In-App-Käufe“ haben wir an dieser Stelle ja schon einmal behandelt. Zu diesem Thema gibt es nun eine neue Regelung, zu der sich Google bereits positiv äußerte und eine Lösung bei Apple noch aussteht. Im Zentrum steht der Schutz von Kindern, um diese vor der Schuldenfalle zu bewahren.

Die Hauptpunkte der Regelung, die von der EU vorgeschlagen wurde, umfasst die Änderung, dass Spiele nicht mehr als kostenlos deklariert werden dürfen, wenn sie In-App-Käufe enthalten. Wenn sie In-App-Käufe enthalten, dürfen Kinder nicht mehr aktiv darauf hingewiesen werden, ein Item zu kaufen oder einen Erwachsenen zu bitten, es zu kaufen.

Nicht kostenlos und keine aggressive Kaufaufforderung mehr

Die Nutzer sollen zudem noch explizit über die Kosten aufgeklärt werden. Es reicht nicht aus, diese im Standard-Bezahlprozess anzuzeigen. Zu guter Letzt müssen Anbieter eine Emailadresse zur Verfügung stellen, an die man sich bei Rechtsfragen wenden kann. Welche Ausmaße die Sucht nach Spielen und den verbundenen Kosten nehmen kann, zeigte bereits unser oben genannter Artikel. Ein weiterer Fall, der vor einigen Tagen durch die Presse ging, war der eines chinesischen Paares, das seine Kinder verkaufte, um mehr Geld für sein MMORPG (Multiplayer-Rollenspiel) zur Verfügung zu haben.

Die Regelung wird bei vielen Entwicklern keine Begeisterungsstürme auslösen, da sie von aggressiver Werbung in ihren Spielen profitieren. Allerdings war es nötig, hier eine Lösung zu finden. Google reagierte bereits und versprach Veränderungen noch bis zum September. Apple hat sich jedoch noch nicht eindeutig zu den Plänen geäußert. Der Verbraucherschutz wird dem Anbieter hier aber noch einmal ganz klar auf die Finger klopfen.

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