ELF-Blog: Teams im Check: Munich Ravens – jedes Jahr ein bisschen besser

Die Munich Ravens spielen erst seit drei Jahren in der ELF und werden jedes Jahr besser. Ist dieses Jahr sogar der Titel drin? Keinesfalls ausgeschlossen!

ELF-Blog: Teams im Check: Munich Ravens – jedes Jahr ein bisschen besser
EURONICS und die ELF erklären dir American Football.

Es ist beinahe langweilig: Wenn wir auf die noch eher kurze Historie der Munich Ravens schauen, finden wir eigentlich nichts, was irgendwie negativ auffiele. Der eine oder andere beliebte Spieler verließ den Club schon mal, was die Fans trauern ließ. Aber das war’s dann auch: keine Skandale, wohin das Auge blickt, null, niente.

Trotzdem – oder gerade deswegen – präsentieren sich die Munich Ravens in ihren erst drei Jahren in der ELF als äußerst stabil. 2023, in ihrem ersten Jahr in der Liga, holten sie bereits 7:5-Siege und belegten Platz 3 in der Central Division – bei einem Zuschauerschnitt von über 5.000 pro Spiel. Im Jahr darauf, der Saison 2024, waren es bereits 9:3-Siege – Platz 2 in der Central Division. Es reichte für eine Wildcard zum Halbfinale, das die Ravens denkbar knapp mit 37:40 gegen Paris verloren.

Aktuell belegen die Ravens sogar Platz 1 in der Central Division, mit 7:1-Siegen. Nur das Hinspiel bei den ebenfalls sehr starken Stuttgart Surge ging verloren (28-36). Im Rückspiel rehabilitierten sich die Ravens und siegten ihrerseits mit 36-33.

Die bisherigen Saisonergebnisse zeigen: Sowohl gegen vermeintlich schwächere als auch gegen gleichstark oder stärker geschätzte Teams wie die Madrid Bravos (43-40) bestand die Mannschaft unter Head Coach Kendral Ellison. Genannter Ellison führt das Team seit Ende 2023. Früher als Defensive Coordinator beim Ligarivalen Hamburg Sea Devils beschäftigt, übernimmt er diese Aufgabe auch in München in Doppelfunktion und legt Wert auf eine starke Defensive.

Allerdings sind es gerade die Offensivkräfte, die bei den Ravens in dieser Saison herausstechen. Quarterback Russell Tabor etwa ersetzt den zu Düsseldorf abgewanderten Chad Jeffries bisher mit Bravour. Er stieg laut aktueller Statistik auf Anhieb zum viertbesten Passer der Liga auf – während Jeffries „nur“ auf Platz 9 liegt.

Malik Stanley bleibt einer der besten Wide Receiver der Liga. Runningback Justin Rodney belegt in der Rangliste der besten Rusher der Liga aktuell Rang 4.

Wo landen die Munich Ravens in dieser Saison?

Die Saison 2025 ist bisher über die Maßen ausgeglichen – ein Leckerbissen für Fans! Und die Munich Ravens? Mittendrin in der Riege der besten Teams! Zu denen zählen wir Stuttgart Surge, Düsseldorf Rhein Fire, Vienna Vikings, Nordic Storm, Paris Musketeers, Madrid Bravos und eben die Munich Ravens.

Die Siege gegen Stuttgart und Madrid zeigen, dass die Ravens sich vor niemandem zu verstecken brauchen. Die Niederlage im Hinspiel gegen ebenjene Stuttgarter und das gar nicht einmal so souveräne 34-20 am Wochenende gegen die ansonsten oft überforderten Helvetic Mercenaries lassen allenfalls ein paar kleine Schwächen erkennen.

Sind die Ravens in diesem Jahr stark genug für die Play-offs? Zweifellos ja, das zeigt schon ihre aktuelle Platzierung auf Platz 1 der Central Division mit den genannten 7:1-Siegen. Machen die Jungs in der Form weiter, würde die Platzierung sie sogar direkt zum Halbfinale qualifizieren.

Munich Ravens Madrid
Die Munich Ravens bei ihrem Sieg in Madrid. (Bild: (c) Roland Johannes)

Könnten die Ravens auch nach dem Titel greifen? Nun ja, warum nicht! Es mag das eine oder andere Team geben, das sich bisher als noch etwas stärker präsentiert hat. Aber mit einem guten Tag im Halbfinale wäre der Einzug ins Championship Game keine Utopie. Und dort ist für gewöhnlich einiges möglich.

Und das wäre dann auch mein Tipp: Dass die Munich Ravens dieses Jahr das Championship Game bestreiten, Meister dann aber doch ein anderes Team wird. Dieses Jahr zumindest noch. Aber wir werden sehen. 🙂

Wie verlief der 9. Spieltag?

Die Zeit der ganz hohen Ergebnisse und Rekorde scheint jetzt erst einmal vorbei. Die Helvetic Mercenaries verloren „nur“ 20-34 gegen die hier genannten Munich Ravens und damit nicht so hoch wie sonst oft.

Auch die bislang dauerüberforderten Fehervar Enthroners gingen in Madrid beim 22-49 nicht vollends unter.

Die Cologne Centurions derweil erzielten schon wieder 2 Punkte durch einen eroberten Ball bei einem 2-Point-Conversion-Play, also beim Versuch des Gegners nach einem Touchdown 2 weitere Punkte zu erzielen. Solche Defensive Conversions sind äußerst selten, und Köln gelang das nun schon an zwei Spieltagen in Folge. Chapeau! Dabei gerät fast in den Hintergrund, dass die Centurions wieder einmal Prügel kassierten: 2-45 daheim gegen Berlin Thunder.

Die Stuttgart Surge gewinnen auch das Rückspiel gegen die Frankfurt Galaxy (54-39), die weiterhin starken Vienna Vikings lassen auch in Paris nichts anbrennen (40-33) und Wroclaw nimmt nach einem engen Duell in Prag den Sieg mit nach Hause (41-37).

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Die Nordic Storm gewinnen auch ihren ersten echten Härtetest mit 25-24 gegen die Düsseldorf Rhein Fire und holen den 7. Sieg im 7. Spiel. Sehr knapp allerdings: Düsseldorf führte über weite Strecken des Spiels. Erst im vierten Viertel drehten die Storm den 18-24-Rückstand noch durch einen Touchdown mit anschließendem Extrapunkt.

Was erwartet uns am 10. Spieltag?

DatumAwayHome
19.07.25Vienna VikingsWroclaw Panthers
19.07.25Frankfurt GalaxyCologne Centurions
19.07.25Munich RavensRaiders Tirol
20.07.25Nordic StormBerlin Thunder
20.07.25Madrid BravosHelvetic Mercenaries
20.07.25Rhein FireHamburg Sea Devils
20.07.25Paris MusketeersStuttgart Surge
20.07.25Fehervar EnthronersPrague Lions

Bei den Raiders Tirol erwartet „unsere“ Munich Ravens eine richtig schwere Aufgabe. Gleiches gilt für Stuttgart gegen Paris. Wien muss in Wroclaw aufpassen, dass die Panthers nicht zum Stolperstein werden. Und auch Nordic Storm hat bei den vermeintlich schwächeren Berlin Thunder noch nicht gewonnen.

Ihre Pflichtaufgaben lösen wollen auch die Rhein Fire in Hamburg und Madrid in Wiel bei den Helvetic Mercenaries. Während für Frankfurt Galaxy bei den Cologne Centurions nichts anbrennen dürfte, will Fehervar im „Ostderby“ versuchen, die Prague Lions zu ärgern.

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