EA Access: „Netflix für Games“ kommt für die Xbox One

Medienflatrates haben Konjunktur: Auf Spotify, Ampya oder Deezer kann man so viel Musik hören, wie man möchte. Auf Watchever und bald auch Netflix kann man beliebig viele Filme und TV-Serien gucken. Amazon, Oyster und Skoobe bieten Ebook-Flatrates an. Und bei Spielen? Gibt es bislang eher halbherzige Versuche in diese Richtung. Hier will Electronic Arts (EA) deswegen der Vorstoß gelungen sein. Für einen pauschalen Monats- oder Jahresbetrag lassen sich mit EA Access aus einer Auswahl von Spielen beliebig viele beliebig oft spielen. Die Auswahl allerdings ist erst einmal sehr klein und nicht gerade frisch.

Ungebrenzter Zugang zu „The Vault“, neue Titel als Erster spielen

EA Access steht einigen Spielern der Xbox One (und auch nur der Xbox One) zunächst während einer Testphase zur Verfügung, bevor das Abo nach kurzer Zeit für alle Xbox-One-Nutzer verfügbar gemacht werden soll. Kosten soll der Dienst 3,99 Euro im Monat oder 24,99 Euro im Jahr im Rahmen einer Xbox-Live-Mitgliedschaft. EA weist darauf hin, dass Spielern damit auf Anhieb attraktive Titel mit einem Gesamtwert von über 100 Euro zur Verfügung stehen.

Battlefield 4, FIFA & Co: Die ersten vier Titel der Beta-Phase von EA Access.

Battlefield 4, FIFA & Co: Die ersten vier Titel der Beta-Phase von EA Access.

Konkret erhalten die Abonnenten während der Betaphase Zugang zu EAs Premiumpaket „The Vault“. Das umfasst die vier Spiele Battlefield 4, FIFA 14, Madden NFL 25 und Peggle 2 – allesamt Titel, die schon im vergangenen Jahr erschienen sind. Natürlich solle das Angebot nach der Betaphase erweitert werden, schreibt EA. Welche Titel dann hinzu kommen, verriet der Spielegigant allerdings noch nicht. Wer sich direkt auf ein Abo stürzt, kauft also zunächst einmal die Katze im Sack. Zusätzlich erhalten EA-Access-Kunden allerdings auch zehn Prozent Rabatt auf Titel aus dem Xbox Games Store und die Möglichkeit, die Nachfolgetitel NFL 15, NHL 15, FIFA 15, NBA LIVE 15 und Dragon Age:Inquisition fünf Tage vor dem offiziellen Release zu testen. Danach allerdings klingt es so, als ob EA-Access-Kunden brandneue Speiletitel erst einmal kaufen müssen und sie nicht zeitgleich zum Verkaufsstart über ihr Access-Konto spielen können.

Ein erster Schritt, nicht weniger und nicht mehr

Eine Flatrate mit deutlichen Einschränkungen also und auch nicht wirklich ein „Netflix für Games“, wie einige Technikmagazine EA Access betiteln. Denn bei Netflix stehen dem Nutzer gleich tausende Videotitel zur Verfügung, auch wenn hier nicht immer die allerneuesten Kinofilme oder Serienfolgen zu sehen sind. EA Access ist deswegen zu diesem Zeitpunkt nicht viel mehr als ein erster Schritt hin zu einer attraktiven Gamesflatrate, wie viele Spieler sie sich schon lange wünschen.

EA_Access

Derzeit empfiehlt sich EA Access für solche Spieler, die sich für die vier genannten Titel begeistern, ohnehin einen Kauf überlegten und nun damit tatsächlich viel Geld sparen können. Eine echte Gamesflatrate sieht anders aus – wäre mit Sicherheit allerdings auch erheblich teurer.

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