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Blade Shadow: So funktioniert der neue Cloud-Gaming-Service

Euer alter PC ist zu schwach für die neuesten Games oder komplexe 3D-Rendering-Anwendungen? Statt euch einen Highend-Rechner zu kaufen, könnt ihr euch bald einen virtuellen Computer mieten. Blade Shadow macht’s möglich. Und so funktioniert das.

Wer sich bisher noch nicht mit Cloud-Computing und Cloud-Gaming beschäftigt hat, wundert sich vielleicht. Einen virtuellen Rechner mieten und auf dem anspruchsvolle Software installieren oder die neuesten Games in maximalen Details zocken? Wie soll das denn gehen? Möglich machen dies Dienstleister wie Blade. Der bringt sein Angebot namens Shadow ab dieser Woche nach Deutschland. Die Idee dahinter: Ihr zahlt monatlich für einen vollwertigen PC mit Windows 10 und streamt alle Inhalte direkt auf euren alten Computer oder gar euer Smartphone.

So funktioniert Cloud-Computing mit Blade Shadow

Das französische Unternehmen Blade betreibt unter anderem in Amsterdam ein Rechenzentrum, in dem sich enorm potente Hardware befinden dürfte. Denn wer sich für Shadow entscheidet, erhält Performance eines Computers, der über einen Intel Core i7-Prozessor, eine Nvidia GeForce 1080 GTX, 12GB DDR4 RAM und eine 256GB Festplatte verfügen soll. Solch ein PC würde sicherlich um die 1000 Euro kosten, bei Shadow zahlt ihr allerdings nur rund 30 Euro im Monat für die Miete.

Spielt, womit und wo ihr wollt. (Foto: Blade)

Spielt, womit und wo ihr wollt. (Foto: Blade)

Der Unterschied: Der Computer steht nicht bei euch zu Hause, ihr streamt die Inhalte des Systems aus besagtem Rechenzentrum in euer Wohnzimmer. Eine Breitband-Leitung mit 15 MBit/s wird benötigt, um die virtuelle Windows 10-Maschine auf euren alten Rechner (Windows, Mac) oder euer Smartphone sowie Tablet (Android, bald auch iOS) zu bringen. Ihr verwendet eure Maus, eure Tastatur, euer Gamepad – quasi verzögerungsfrei werden Eingaben wahrgenommen, so dass es beim Spielen nicht zu unangenehmen Pausen kommt. Sollte die Internetverbindung mal Schwierigkeiten bereiten, verschlechtert sich die Bildqualität, die Verwendung kommt nicht ins Stocken. So das Versprechen.

Fokus: Cloud-Gaming

In erster Linie richtet sich Blade Shadow an Spieler, die sich keinen leistungsfähigen Computer leisten wollen oder können. Sie bekommen ein System, das Games in 4K-Auflösung (60Hz) beziehungsweise 1080p (144Hz) darstellen kann. Das vorinstallierte Windows 10 lässt sich individuell konfigurieren, auch könnt ihr natürlich beispielsweise Steam mit der eigenen Spielebibliothek installieren.

Online-Games dürft ihr natürlich auch verwenden. (Foto: Blade)

Online-Games dürft ihr natürlich auch verwenden. (Foto: Blade)

Eine Internetverbindung mit 1GBit/s steht für euren virtuellen Rechner auch bereit. Das heißt: Software könnt ihr auf diesen viel flotter installieren als zuhause.

Wichtig ist den Verantwortlichen, dass nicht nur Gamer angesprochen werden sollen. Darum ist explizit von Cloud-Computing und nicht, wie ebenfalls passend, Cloud-Gaming die Rede. Wer möchte, nutzt die Rechenleistung für komplexe Raytracing-Berechnungen oder Videoschnitt.

Günstige Hardware erhältlich

Für einmalig rund 120 Euro stellt Blade eine eigens entworfene Streamingbox zur Verfügung, mit der ihr auf euren virtuellen PC zugreifen könnt. Shadow Ghost heißt das gute Stück, das durch einen Verzicht auf Lüfter nahezu geräuschlos betrieben werden kann. Via HDMI wird das Gerät mit einem Monitor verbunden, die vorhandenen USB-Ports sind für Keyboard, Gamepads und andere Peripherie gedacht. WIFI, Bluetooth und Ethernet fehlen nicht.

Mit dieser Lösung benötigt ihr gar keinen PC mehr – es genügt der günstige Ghost, der euren Rechner komplett ersetzen kann. Natürlich immer unter der Voraussetzung, dass das Internet nicht ausfällt. Denn dann ist euer virtueller Computer nicht erreichbar.

Günstiger als die Konkurrenz, aber…

Blade Shadow ist kein Schnäppchen. Entscheidet ihr euch für ein einjähriges Abo, werden monatlich 29,95 Euro fällig. Die volle Flexibilität mit der Option, jeden Monat kündigen zu können, kostet 44,95 Euro.

Was happig erscheinen mag, ist im Vergleich zur schon vorhandenen Konkurrenz sogar noch verhältnismäßig günstig. Der Mitbewerber Vortex.gg ist aufs Gaming spezialisiert und bietet nur eine überschaubare Anzahl an Games an. Und LiquidSky beschränkt Kunden mit einer vorgegebenen Anzahl an Stunden pro Monat. Das ist nicht optimal. Sony wiederum ist mit PlayStation Now sogar als einer der Vorreiter im Segment Cloud-Gaming, beschränkt sich aber auf PlayStation-Spiele.

Was wollt ihr spielen? (Foto: Blade)

Was wollt ihr spielen? (Foto: Blade)

Blade Shadow ist zumindest in der Theorie ein spannender Ansatz, der zeigt: Cloud-Computing bzw. Cloud-Gaming kommt langsam in Fahrt und wird an Bedeutung gewinnen. Voraussetzung ist stets eine schnelle Internetleitung, was zu zusätzlichen Abhängigkeiten führt. Andererseits sind es vor allem Spieler gewohnt, dauerhaft mit dem Internet verbunden zu sein – für Online-Games zum Beispiel. Für die könnte Shadow besonders attraktiv sein. Beispielsweise weil nicht regelmäßig Hardware neu gekauft werden muss, um die aktuellen Blockbuster in bestmöglicher Qualität zu erleben…

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2 Kommentare zu “Blade Shadow: So funktioniert der neue Cloud-Gaming-Service
  1. Ich bin seit 4 Wochen dabei und kann sagen das mir die Sache mit dem Cloud- Rechner sehr gut gefällt und alles Flüssig läuft, bei maximaler Grafikeinstellung. (Kann nur für Full HD sprechen, da ich kein 4K Monitor besitze.)
    Für jeden der es mal ausprobieren möchte habe ich hier einen 10€ Gutschein (egal welche Laufzeit Ihr auswählt).

    MARSZSXY

    Bitteschö

  2. Yup kann ich nur bestätigen. alle meine games laufen auf ultra flüssig und ruckelfrei dahin. top sache auch bei multiplayer games merk ich nix von latenz oder so. gönnt euch gern 10 eus rabatt mit freundschaftscode
    ANDMTXQT

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