Samsung Galaxy K Zoom: Mischung aus Smartphone und Kamera, 2. Versuch

Im vergangenen Jahr hat Samsung einen interessanten Versuch gewagt: Das Galaxy S4 Zoom sollte ein Hybrid aus Kompaktkamera und Smartphone sein. Letztendlich sah es dabei allerdings doch etwas mehr aus wie eine Kamera. Nun hat Samsung eine Neuauflage des S4 Zooms präsentiert: Das Galaxy K Zoom wirkt dabei deutlich eher wie ein Smartphone, auch wenn es etwas dicker geworden ist. Dafür hat Samsung zumindest bei der Maschinerie deutlich aufgerüstet.

Prozessor des Galaxy K Zoom ist jetzt ein Hexacore aus eigenem Hause – ein Kombichip aus einem Quadcore mit 1,3 GHz und einem Dualcore mit 1,7 GHz. Je nach Anforderung soll einer der beiden Chips zum Einsatz kommen, bei höherer Last also eher der Quadcore. Der Vorgänger S4 Zoom musste noch mit einem Dualcore auskommen.

Kamera ragt kaum noch aus dem Gehäuse heraus

Was die Kamera betrifft, hat Samsung gar nicht so viel geändert. Wie auch schon beim Vorgänger verfügt das Gerät über einen 10-fachen optischen Zoom, der Sensor misst 1/2,3 Zoll, wählbare Blenden bewegen sich im Spektrum von 3.1 bis 6.3. Optische Bildstabilisierung und ein Xenon-Blitz werten die Möglichkeiten auf. Der einzige Punkt, bei dem Samsung hier ein wenig aufgerüstet hat, ist der CMOS-Sensor, der diesmal mit 20 statt 16 Megapixeln auflöst.

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Auffällig ist die kompaktere Bauweise. So hat Samsung im K Zoom die Halterung weggelassen, die im S4 Zoom durch eine dickere rechte Seite noch als Griff gedient hat. Auch die Kamera selbst ragt nicht mehr so sehr aus dem Gehäuse heraus. Dafür ist die K Zoom mit 20,2 Millimetern an der dicksten Stelle etwas dicker geworden als die S4 Zoom, die im Ganzen mit 15,5 Millimetern auskam. Dank der griffigeren Oberfläche (wie im Galaxy S5) und dem insgesamt stimmigeren Gesamtkonzept dürfte das allerdings kein gravierender Minuspunkt sein.

Mehr Möglichkeiten für Hobbyfotografen

Samsung selbst bezeichnet die K Zoom als Smartphone mit optischem Zoom. 4,8 Zoll misst das Touchscreen-Display, telefonieren lässt sich damit natürlich auch. Einen Preis und einen Termin hat Samsung für Deutschland noch nicht genannt. Man darf aber von rund 500 Euro und einem Start im Mai oder Juni ausgehen.

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Die Frage aller Fragen ist natürlich, wer das braucht. Wer einfach Schnappschüsse machen will, dem reicht in der Regel ein modernes Smartphone mit seinen zahlreichen Modi, Autofokus, Kunstfilter oder optischer Bildstabilisierung. Wer Profifotos will, der greift zur Spiegelreflex oder Systemkamera.

Doch dann gibt es tatsächlich eine Zielgruppe für das K Zoom: Die meisten Smartphones sind heute mit einem Weitwinkelobjektiv ausgestattet. Bilder wirken deswegen auf die Dauer langweilig, weil sich ein Fokus nur schwer herausarbeiten lässt. Mit einem optischen Zoom bieten sich selbst einem Gelegenheitsfotografen hier mehr Möglichkeiten. Eine Kompaktkamera zumindest braucht er nicht mehr, wenn er die K Zoom hat. Und selbst wenn nicht, hat er immer noch ein durchaus solides Hexacore-Smartphone. Samsung ist hier eine gute Weiterentwicklung gelungen – die nun in Tests natürlich noch ihre Handhabung und Bildqualität unter Beweis stellen muss.

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