Die Eroberung der Lüfte für alle: Was sind eigentlich Quadcopter?

Kleine unbemannte Luftfahrzeuge, sogenannte Quadcopter, die mit vier Rotoren fliegen und sich über eine Fernsteuerung navigieren lassen, werden von immer mehr Menschen genutzt. Aber was können die futuristischen Lufteroberer eigentlich – und was ist damit erlaubt?

Aus dem lateinischen Wort „Quadrum“ (Viereck) und dem griechischen Wort für Flügel, „pteron“, setzt sich der Begriff Quadcopter zusammen. Bei den Geräten handelt es sich um kleine Flugmaschinen, bei denen jeweils vier Rotoren für eine stabile Flugeigenschaft sorgen. Primär werden die Mini-Flieger im Privatbereich zum Erstellen von Luftaufnahmen eingesetzt. Immer mehr Menschen nutzen Quadcopter, um ihren Action-Cams Flügel zu verleihen und eine ganz neue Form der Bild- und Bewegtbild-Kreativität zu entdecken.

Dabei sind natürlich immer die geltenden Gesetze zu beachten, denn es darf nicht einfach jedes Objekt mit einem Quadcopter aufgenommen oder auch nur überflogen werden. Jedem User eines Quadcopters sollte klar sein, dass zum Beispiel Flughäfen von den Drohnen nicht angeflogen werden dürfen, ebenso wenig wie militärische Sicherheitsgebiete. Wer aber etwa Landschaften oder auch Grundstücke und Immobilien mal von oben ablichten will, kann das mit einem Quadcopter machen.

Eine behördliche Genehmigung für den Einsatz ist in Deutschland nicht erforderlich, sofern das Gesamtgewicht des Fliegers nicht mehr als 5 Kilogramm beträgt und der Quadcopter elektrisch angetrieben wird. Dabei wird immer vorausgesetzt, dass der Anwender ohne Unterbrechung Sichtkontakt mit der Drohne behält. Auch gibt es territorial zum Teil unterschiedliche Vorschriften. Beispielsweise ist in Hamburg der Betrieb von Drohnen generell verboten. Auch auf die maximale Flughöhe von 100 Metern ist zu achten. Wer mit seinem Quadcopter höher steigt, riskiert hohe Geldbußen. Außerdem ist für jede Drohne hierzulande eine spezielle Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Modelle gibt es mittlerweile viele – für Einsteiger ebenso wie für Profis. Sehr erfolgreich agieren in dem Segment beispielsweise die Hersteller DJI, Walkera und Parrot am Markt. Die AR-Drohne von Parrot lässt sich auch komplett über Android- oder iPhone-Smartphones fernsteuern. Während die meisten Anbieter von Quadcoptern aus dem asiatischen Raum kommen, bietet auch das deutsche Unternehmen MikroKopter entsprechende Geräte an.

Parrot_MinidronesFür Einsteiger empfiehlt sich etwa der Yuneec Q500 Typhoon (Abbildung unten), den auch Quadcopter-Neulinge dank Smartmode sofort beherrschen. Einem anvisierten Objekt kann das Gerät über die FollowMe-Funktion autonom folgen. Die vollautomatische ComingHome-Funktion ist über die Fernbedienung aktivierbar, gesteuert wird die Drohne ganz einfach über den Touchscreen, auf dem sich das Livebild jederzeit genau verfolgen lässt. Neben Foto-Shooting mit 12 Megapixel Auflösung sind mit dem Typhoon auch Full HD-Videoaufnahmen mit bis zu 60 fps möglich.

Yuneec_Q500_TyphoonEin ebenfalls äußerst beliebtes Quadcopter-Modell, allerdings eher für Fortgeschrittene ausgelegt, ist der R809V des Anbieters Rayline (Abbildung unten). In die Fernbedienung ist ein LC-Display integriert, über das sich der mit 2,4 GHz-Technologie ausgestattete Copter sicher navigieren lässt. Vier Geschwindigkeitsstufen, das 6-Achsen-Gyroskop und eine 360°-Rotation garantieren dabei nicht nur waghalsige Manöver, sondern im Endergebnis auch einzigartige Fotos und Videoaufnahmen in HD-Qualität.

Rayline_R809VSo wie es mittlerweile Quadcopter für Anfänger und Profis im Privatbereich gibt, sind die Flieger auch in allen möglichen Preisklassen erhältlich. Das beginnt schon bei unter 50 Euro für Quadcopter, die sich dann allerdings aufgrund ihrer beschränkten Größe und des geringen Gewichts nur sehr bedingt außerhalb von Wohnräumen einsetzen lassen, da sie einfach zu windanfällig sind.

Semiprofessionelle Modelle, die es bereits für ein paar hundert Euro gibt, liegen hingegen auch bei größeren Windstärken sicher in der Luft, schaffen eine größere Reichweite und längere Flugzeiten. Für rund 1000 Euro sind dann schon Geräte mit Top-Ausstattung und hervorragenden technischen Eigenschaften verfügbar. Und natürlich gibt es auch bei Quadcoptern kaum eine Grenze nach oben – zumindest was den Preis betrifft. Für rund 3.500 Euro zum Beispiel bietet der DJI Inspire 1 T600 sogar eine eingebaute 4k-Kamera.

Atemberaubende Luftaufnahmen, wie sie für Amateure bis vor kurzem noch undenkbar waren, bieten alle Quadcopter in jedem Fall. Und euren Ambitionen als Kameramann oder Kamerafrau sind damit kaum noch Grenzen gesetzt.

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