Neustart von Uber X in Deutschland: Rebell handzahm

Das US-amerikanische Beförderungs-Startup Uber ist nach zahlreichen Finanzierungsrunden mittlerweile milliarendenschwer und mit der Mission angetreten, die Personenbeförderung weltweit zu revolutionieren – und sich dabei nicht sonderlich um lokale Gesetze und Vorschriften zu scheren. In Deutschland resultierte Ubers Verhalten für einen handfesten Streit und ein Verbot, das nun mit einem Neustart des Dienstes Uber X vom Tisch sein dürfte.

Denn wie bereits vor einigen Wochen beschlossen, hält sich Uber bei dem neuen Dienst in Deutschland an die Vorschriften: Fahrer, die Fahrten mit dem neuen Service Uber X anbieten, verfügen laut einer Pressemeldung des Dienstes allesamt über einen Beförderungsschein. Uber hatte angekündigt, den Fahrern diesen sogar zu bezahlen. Ferner sollen Fahrten mit Uber X versichert sein. Kunden will Uber außerdem mit einigen Überraschungen locken, etwa einer kostenlosen Flasche Wasser zur Fahrt oder der Möglichkeit, das Smartphone während der Fahrt zu laden. Uber X ist vom Start weg in den vier Großstädten Hamburg, München, Frankfurt und Düsseldorf verfügbar und kostet 2 Euro Grundpreis plus 0,25 Euro pro Minute oder 1,30 Euro pro Kilometer. Uber unterbietet damit viele Taxi-Anbieter.

Kritik von allen Seiten

Den Dienst Uber Pop, der sich als privater Beförderungsdienst und Alternative zu Mitfahrgelegenheiten anbieten sollte, hat Uber in Deutschland zurückgezogen. Auch Uber Taxi, eine Möglichkeit, Taxis per App zu rufen, soll in München auslaufen und nur noch in anderen Ländern buchbar sein. Künftig will Uber in Deutschland hauptsächlich auf Uber X setzen. Weiterhin verfügbar in einigen Städten soll der Service Uber Black sein, die Möglichkeit, eine Limousine mit Chauffeur zu mieten. Weitere Dienste, die Uber in anderen Ländern anbietet und auch für Deutschland plant, sind Uber SUV für Fahrten mit einem geräumigen Mini-Van oder Uber Lux für edle Limousinen.

Uber vermittelt Fahrten mittlerweile in 58 Ländern weltweit. In einer neuen Finanzierungsrunde will das bereits mit mehreren hundert Millionen US-Dollar Riskikokapital ausgestattete US-Startup weitere 1,5 bis 2 Milliarden Dollar einsammeln und dann 50 Milliarden Dollar wert sein. Durch aggressive Expansion hat Uber weltweite Bekanntheit erlangt. Allerdings geriet der Anbieter wegen vermeintlicher Belästigung von weiblichen Fahrgästen und der Ausspähung einer bekannten US-Techjournalistin massiv in die Kritik.

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