E-Skateboards: Alles was ihr wissen müsst

Das elektrische Skateboard bringt eine neue Dimension für Skater in das Hobby. Wir erzählen euch alles wissenswerte zum E-Skateboard.

E-Skateboards: Alles was ihr wissen müsst

Wenn wir von E-Skateboards oder elektrischen Skateboards reden, reden wir von einem Skateboard, das von einem Elektromotor angetrieben und mit einer Fernbedienung gesteuert wird. Genauer gesagt sind E-Skateboards in der Regel keine klassischen Skateboards, sondern Longboards. Die sind etwas länger als normale Boards und eignen sich bestens, um damit durch die Gegend zu cruisen. Für Tricks eignet sich ein Popsicle, also ein „normales“ Skateboard besser.

Zum Tricksen eignet sich ein Elektromotor sowieso nicht so gut, weshalb er am Longboard schon am besten angebracht ist. Damit könnt ihr auf diesem auch längere Strecken in Stil und ohne ins Schwitzen zu kommen überwinden.

Cruisen auf dem E-Skateboard

Genau wie Skateboard fahren ist auch E-Skateboard fahren keine einfache Angelegenheit. Wenn ihr bereits mit einem Skate- oder Longboard gefahren seid und euch sicher auf dem Brett fühlt, sollte auch die elektrische Variante kein großes Hindernis darstellen. Anfängern würde ich aber raten, erst einmal auf einer asphaltierten, wenig befahrenen Fläche zu üben, bis ihr euch sicher fühlt während der Fahrt.

Ihr beschleunigt und bremst mit einer Fernbedienung, die ihr während der Fahrt in der Hand haltet. Links und rechts könnt ihr steuern, indem ihr euer Gewicht in die entsprechende Richtung verlagert, wie beim gewöhnlichen Longboard auch. Dadurch, dass ihr das Board nicht selbst anschieben oder pushen müsst, ergibt sich ein anderes Fahrgefühl als beim Longboard, was schwierig zu beschreiben ist. Falls ihr euch für ein E-Skateboard interessiert, solltet ihr auf jeden Fall erst mal eine Testfahrt machen.

Die Elektromotoren

Auch bei den Motoren der elektrischen Bretter gibt es Unterschiede. Es gibt Bords mit einem Radnabenmotor, den ihr vielleicht schon von elektrischen Fahrrädern kennt. Bei dieser Variante befindet sich der Motor in der Radnabe und ist damit ein Stück weit vor Wasser und Staub geschützt. Außerdem erlaubt der Radnabenmotor Rekuperation. Dadurch lädt sich der Akku beim Bremsen durch die Bremsenergie wieder etwas auf.

Außerdem gibt es noch den Motor mit Keilriemen. Das ist wahrscheinlich die anfälligste Variante, da der Riemen mehr oder weniger frei liegt und dadurch rutschen oder auch reißen kann. Außerdem ist es die schwerfälligste Antriebsart. Das könnt ihr positiv oder negativ auslegen, denn so fühlt sich auch die Beschleunigung und das Abbremsen schwerfälliger an. Das sollte ein Vorteil für Anfänger sein.

Bei vielen Modellen befinden sich die Motoren in den Reifen.

Die neueste Motorenart für E-Skateboards ist der Direktantriebsmotor. Der macht seinem Namen alle Ehre, denn er arbeitet ohne Getriebe, wodurch er die Räder direkt ohne Zwischenstopp antreibt. Die Drehzahlen des Motors sind also die Drehzahlen eurer Reifen. So bekommt ihr geschützte Motoren und einen dynamischen Antrieb.

Geschwindigkeit und Reichweite

Wie weit ihr mit dem Board kommt und auch wie schnell ihr am Ziel seid, ist stark vom verbauten Motor und dem Akku abhängig. Bei den Reichweitenangaben der Hersteller ist von 10 bis über 30 Kilometer pro Aufladung so gut wie alles dabei. Dazu spielt natürlich auch euer Fahrstil eine Rolle. Wenn ihr nur mit Vollgas bergauf fahrt, wird der Akku schneller leer sein, als wenn ihr mit Minimalgeschwindigkeit über den Asphalt cruist. Deshalb sind die Angaben der Hersteller immer nur ein Richtwert.

Auch die Geschwindigkeiten der Boards können sehr unterschiedlich sein. Hier startet die Spanne bei unter 10 km/h und endet bei fast 50 km/h. Damit solltet ihr wirklich vorsichtig sein, denn mit 50 Kilometern pro Stunde auf einem Longboard stehen, ist wirklich gefährlich, auch für erfahrene Fahrer. Meiner Meinung nach reichen Geschwindigkeiten bis 20 km/h vollkommen aus. Schließlich ist ein Longboard keine Rennmaschine.

Wo kann ich mit einem E-Skateboard fahren?

Momentan dürfen E-Skateboards nicht am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Das bedeutet, ihr dürft damit nur auf privatem Gelände oder anderen StVO-freien Bereichen fahren.

Das liegt daran, dass die Boards ohne Anwendung von Muskelkraft Geschwindigkeiten von mehr als sechs km/h erreichen. Damit müsstet ihr elektrische Skateboards nach aktueller Rechtslage zulassen und versichern, um am Straßenverkehr teilnehmen zu dürfen. Zusätzlich müsste eine verkehrstaugliche Ausstattung vorhanden sein. Dazu gehören: Lenker, Bremse und Beleuchtung – ziemlich viel verlangt für ein Skateboard.

Es gibt auch E-Skateboards mit Gummireifen.

Ich hoffe natürlich, dass sich die Gesetzeslage bald ändert und auch elektrische Skateboards zugelassen werden können. Bis dahin könnt ihr nur auf privatem Gelände düsen.

Brauche ich Schutzkleidung?

Eine Pflicht dazu besteht nicht vor allem, da ihr sowieso nicht auf öffentlichen Straßen fahren dürft. Allerdings ist Schutzkleidung sehr zu empfehlen. Gerade bei höheren Geschwindigkeiten ist die Chance hoch, dass ihr das Gleichgewicht verliert und vom Brett stürzt. Wer Skateboard fahren möchte, muss davon ausgehen, dass er auch mal hinfällt. In dem Fall ist Schutzkleidung sehr vorteilhaft.

Zumindest einen Helm solltet ihr euch aufsetzen, weil es nicht nur sehr schmerzhaft sein kann, mit dem Kopf aufzukommen, es kann auch bleibende Schäden hinterlassen. Ein Helm schützt euch davor zumindest ein Stück weit. Knie- und Ellenbogenschoner sowie Handgelenkschützer können Schürfwunden vorbeugen und die Schmerzen beim Aufprall verringern. Was ihr im Endeffekt nutzt, ist euch natürlich selbst überlassen.

Fazit: Was ist ein E-Skateboard?

Ein E-Skateboard ist – wie auch ein E-Scooter – irgendwas zwischen Spaßgadget und Transportmittel. Zum einen habt ihr damit die Dynamik eines Longboards, auf dem einige Skater nicht nur cruisen, sondern auch Tanzen oder Tricks zeigen. Zum anderen habt ihr ein mittelschnelles Board, mit dem ihr von A nach B cruisen könnt, ohne euch groß anzustrengen.

Eine E-Skateboard-Tour geht auch zu zweit.

Somit ist das E-Skateboard vielseitig einsetzbar. Dadurch, dass ihr erst einmal lernen müsst, mit dem Board umzugehen und die Nutzung mit kleinen Tricks und Tänzen verfeinern könnt, kann das E-Board ein spaßiges Hobby sein. Dazu bietet es die Möglichkeit, Strecken mühelos zu überwinden.

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