Für mobile Geräte mit Windows 10. (Foto: Microsoft)

Mein Produkt des Jahres: Microsoft Surface Pro 3 und 4

Die Redakteure vom Euronics Trendblog wählen in diesem Jahr ihre Produkte des Jahres. Schreiberling Sven Wernicke fand eine neue Liebe. Das Surface Pro 4 von Microsoft ist einfach so schön. Aber eigentlich fing es schon mit dem Vorgänger an…

Jaja. Nichts Neues!

Klar, das Surface Pro 3 von Microsoft ist schon recht lange erhältlich, und ich griff bei einem guten Angebot im Juli 2015 endlich zu. Zu dem Zeitpunkt ahnte ich zwar schon, dass der Nachfolger noch im gleichen Jahr erscheinen werde. Aber ich konnte es nicht abwarten. Und zugegeben: Ein klein wenig ärgere ich mich nach wie vor, aber so ist das nun einmal. Außerdem habe habe ich andererseits keine Sekunde meines Kaufs bereut. Schon lange nicht mehr begeisterte mich das Einschalten eines elektronischen Geräts so sehr wie bei meinem Surface Pro 3.

Das Surface Pro 3 ist so schön. (Foto: Microsoft)

Das Surface Pro 3 ist so schön. (Foto: Microsoft)

Es ist schwer zu beschreiben, aber Microsoft schaffte es wirklich, in mir Emotionen für ein Tablet zu wecken, das weit mehr als nur ein Windows-basierter Touchscreen-Computer ist. In meinem Pro 3 steckt ein leistungsstarker i7-Prozessor mit 8GB RAM und 256MB GB SSD – damit ist das 12 Zoll große Gerät so leistungsstark wie mein über fünf Jahre alter, recht lauter und vor allem riesiger Desktop-PC. Und in dem wurde nicht einmal ein 12-Zoll-Display mit einer feinen Auflösung von 2.160 x 1.440 Bildpunkten verbaut. Auf kleinstem Raum bekomme ich hier jede Menge Technik, die zudem noch verdammet edel aussieht und dank der Klapphalterung auf der Rückseite und der via Magnetismus anheftbaren Tastatur zu einem vollwertigen Netbook wird.

Das Wort „vollwertig“ ist auch so gemeint: Denn befindet sich das Tablet mit Keyboard auf dem Schoß oder einem Tisch, merke ich keinen Unterschied zu einem Laptop – auch wenn der Klappmechanismus ein anderer ist.

Liebe!

Es gibt so viele „Kleinigkeiten“, die mich glücklich machen. Wie in einer Beziehung, wenn man so nimmt. Ich schalte meinen Surface Pro 3 ein, ein paar Sekunden später erstrahlt der Windows 10 Pro-Desktop und wartet darauf, verwendet zu werden. Als Tablet oder Desktop-Ersatz, zum Surfen im Netz oder einem kleinen Spielchen auf der Couch. Mit dem standardmäßig mitgelieferten Stylus zeichne ich immer wieder gerne mit der Software „Fresh Paint“ irgendwelche lustigen Dinge, wenn mir danach ist. Den produktiven Gebrauch des Stiftes entdecke ich mit den Monaten mehr und mehr, ist für mich als Schreiberling aber eher noch ein netter Spaß nebenbei.

Wie ein normales Netbook. (Foto: Microsoft)

Wie ein normales Netbook. (Foto: Microsoft)

Die Möglichkeit, jederzeit und ohne Aufwand den Einsatz ändern zu können, schätze ich sehr. Tastatur abgezogen, Klappständer ins Gehäuse geschoben – fertig ist das Tablet, das ich in der Küche zum Suchen nach neuen Kochrezepten verwende. Oder als Mediaplayer im Bett. Auch Photoshop und Premiere sind dank der mächtigen CPU kein gravierende Herausforderung, wobei der Pro 3 tatsächlich seine Schwächen offenbart: Bei leistungsintensiven Anwendungen springt der Lüfter an, zudem erhitzt sich die Rückseite merklich. Dass die Taktrate gedrosselt wird, um den Hardware-Komponenten nicht zu schaden, ist ernüchternd. Aber eben auch nachvollziehbar, schließlich bekommt man hier einen Highend-Computer auf kleinstem Raum.

Glaubt es oder nicht, aber es ist immer ein Vergnügen, das Surface Pro zu verwenden. Das Design ist nüchtern, aber toll. Und hochwertig. Vorder- wie Rückseite fasse ich total gerne an, sogar das „alte“ TypeCover 3 sagt mir mit seiner weichen Oberfläche zu. Die Kritik mancher Kollegen verstehe ich nicht so ganz, zumindest ich kann wunderbar mit der Tastatur arbeiten.

Traurigkeit

Aber? ABER! Wieso musste Microsoft ein paar Monate nach meinem Kauf des Surface Pro 3 den Nachfolger veröffentlichen? Typisch, dass der Frust zu Beginn ein großer war. Denn das Pro 4 macht ja einiges besser: Die neueste Intel Skylake-Prozessorgeneration erzeugt weniger Wärme und besitzt mehr Performance für den Alltag. Das Display ist minimal gewachsen, der Stylus etwas präziser, die Rückseitenkamera wurde auch optimiert. Das neue TypeCover 4 ebenfalls. Zum Glück sind das alles evolutionäre Schritte, keine technologischen Quantensprünge voller Innovationen. Denn dann wäre meine Enttäuschung noch etwas größer. So akzeptiere ich das Update und versuche entspannt zu bleiben und mir zu sagen: So viele Unterschiede gibt’s ja gar nicht, vor allem nicht bezogen auf die Optik und grundlegende Funktionsweise. Vielleicht hole ich mir später noch ein TypeCover 4, das funktioniert ja mit meinem „alten“ Pro 3.

Die Unterschiede zwischen Pro 3 und Pro 4 sind zum Glück relativ gering. (Foto: Microsoft)

Die Unterschiede zwischen Pro 3 und Pro 4 sind zum Glück relativ gering. (Foto: Microsoft)

Für mich ist das Surface Pro 3/4 ganz klar mein Produkt des Jahres. Es ist so schick, so flott, so vielseitig verwendbar, so gut durchdacht. Und es erzeugt in mir positive Emotionen – schon wenn ich es auf meinem Schreibtisch stehen sehe. Ein wenig fühlt sich der Rechner wie ein Apple-Produkt an: rundum stimmig, wertig und….nun…teuer. Aber ich finde, jeder Cent ist gerechtfertigt!

3 Kommentare zu “Mein Produkt des Jahres: Microsoft Surface Pro 3 und 4

  1. Das Surface Pro 4 ist KEIN adäquater Ersatz für ein Surface 3! Denn 1. ist es deutlich teurer und 2. gibt es vom Surface 4 keine LTE-Variante. Die gibt es nur beim Surface 3 (ohne Pro) – ein Feature, das gerade Vielreisende zu schätzen wissen!

    • LTE ist für mich kein Argument. Zum einen, weil ich ein Smartphone mit LTE besitze und ich keine zwei Datentarife benötige. Das ist Geldverschwendung. Also ist das Telefon mein Hotspot für das Surface Pro. Zum anderen ist das Surface 3 nicht im Ansatz so leistungsfähig wie ein Pro. Klar kostet das mehr, dafür bekomme ich auch ein Arbeitstempo wie bei einem Desktop – und genau das ist mir wichtig, wenn ich bald meinen jetztigen Desktop durch das Pro ersetze.

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