Macbook Pro: Grafikprobleme bei älteren Rechnern werden nicht mehr repariert

Auch bekannte Hardware-Fehler werden von Herstellern nicht für alle Zeit repariert. Grafikprobleme bei älteren Macbook Pro-Notebooks beseitigt Apple nun nicht mehr kostenlos.

Macbook Pro: Grafikprobleme bei älteren Rechnern werden nicht mehr repariert

Offiziellen Informationen zufolge repariert Apple keine Laptops der Macbook Pro-Reihe mehr, die ein bestimmtes Alter erreicht haben und trotzdem über die bekannten Video- bzw. Grafikprobleme verfügen. Betroffen sind folgende Modelle:

  • Macbook Pro 15 Zoll und 17 Zoll von Anfang 2011
  • Macbook Pro 15 Zoll und 17 Zoll von Ende 2011

Solltet ihr bei eurem Macbook Pro aus diesem Zeitraum noch verzerrte Bilder oder ungewöhnliche Neustarts feststellen, seid ihr zu spät dran. Laut Reparaturerweiterungsprogramm wird der betroffene Grafikchip jetzt nur noch in Macbook Pro-Geräten getauscht, die von Mitte 2012 bzw. Anfang 2013 stammen. Ältere Systeme dagegen müsst ihr kostenpflichtig reparieren lassen. Sofern das Apple noch anbietet.

Alte Macbook Pro werden nicht mehr repariert – ist das in Ordnung?

Was einerseits für manche Besitzer ärgerlich sein könnte, ist andererseits vielleicht auch nur relativ zu sehen. Macbook Pro-Computer von Ende 2011 sind mittlerweile 5 ½ Jahre alt – bis vor einigen Tagen wurden diese immer noch gratis repariert. Das ist schon kulant. Trotzdem ist das ein bekannter Hardware-Defekt, den Apple zu Beginn sogar leugnete. Und hier bin ich aus Konsumentensicht etwas unschlüssig: Es ist sicherlich „großzügig“, über den Garantie- und Gewährleistungszeitraum hinaus kostenlose Reparaturen vorzunehmen, aber es geht auch um einen Defekt, den Käufer eines Premiumproduktes nicht verantwortet haben. Wenn solche Fehler auch nach über fünf Jahren auftreten – sollten diese nicht trotzdem behoben werden? Es ist ja schließlich die Schuld des Herstellers.

Ähnliches erlebte ich übrigens bei meinem iPhone 5 damals. Kein Scherz: Drei Tage (!) Nach Ablauf der Reparaturfrist wollte Apple den Hardware-Defekt am Power-Button, für den ich nichts konnte, nicht mehr beseitigen. Angeboten wurde mir nur ein Austauschgerät zu einem horrenden Preis, nicht einmal reparieren wollte man den Fehler. Als Kunde ist genau so etwas dann doch ärgerlich.

Trotzdem: Wir schreiben das Jahr 2017 und der Bug im Grafikchip der alten MacBook Pro-Geräte ist vermutlich für die meisten Menschen in Vergessenheit geraten. Aktuelle Laptops von Apple sind von diesem Defekt nicht betroffen.

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