GPD Pocket: Dieser Winzig-Laptop passt sogar in die Handtasche

Der chinesische Hersteller GPD tritt mit seinem GPD Pocket an, um speziell dem MacBook Air und Microsofts Surface Paroli zu bieten. Dabei handelt es sich um eine andere, aber nicht minder spannende Laptop-Variante. Dieser Rechner passt sogar in die Handtasche.

GPD ist spezialisiert darauf, eigenwillige Handheld-Geräte zu entwickeln. Diese richten sich in erster Linie an Spieler, beispielsweise das GPD Q9 oder das erst kürzlich veröffentlichte GPD Win. Mit dem GPD Pocket visiert das noch junge Unternehmen den Business-Bereich an und vergleicht den eigenen Computer selbstbewusst mit dem MacBook Air von Apple und dem Surface 3 von Microsoft. Nüchtern betrachtet ist das gar nicht nötig, denn wir reden eher über eine neue Produkt-Kategorie.

Schminkspiegel? Fast. (Foto: GPD)

Schminkspiegel? Fast. (Foto: GPD)

Der GPD Pocket ist klein. Sehr klein.

Der GPD Pocket verfügt über einen 7 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln. Geschützt ist dieser mit Corning Gorilla Glass 3. Im Inneren werkelt ein Intel Atom x7-Z8700 Prozessor, der auf 4GB RAM und 128GB Flash-Speicher zugreifen kann. Zusätzlich gibt’s eine vollwertige (QWERTY)-Tastatur mit TrackPoint-Button. Und der 7000 mAh starke Akku hält offiziellen Aussagen zufolge bis zu 12 Stunden. Der Clou: Das gesamte System, das natürlich auch einen HDMI-Ausgang, USB Type-C, USB Type-A, Bluetooth, Dualband-WIFI und Stereolautsprecher besitzt, wiegt nur 480 Gramm. Und zusammengeklappt ist das Magnesium-Gehäuse 18,5mm dick, 180mm lang und 106mm breit.

Dünn und klein. Aber mit aktiver Kühlung. (Foto: GPD)

Dünn und klein. Aber mit aktiver Kühlung. (Foto: GPD)

Auf den Fotos ist es sicherlich gut zu erkennen: GPD Pocket ist extrem kompakt und kein Vergleich zu Netbooks mit 10 Zoll Displaygröße bzw. 2-1-Hybriden, bei denen Tablets „nur“ eine zusätzliche Tastatur erhalten. Wer möchte, kann auch zwischen Linux (64bit Ubuntu 16.04 LTS) oder Windows 10 wählen – beides möchte GPD anbieten.

Finanzierung bei Indiegogo

Auf der offiziellen Webseite geben sich die Verantwortlichen selbstbewusst und optimistisch. So soll die kleine Tastatur prima zu bedienen sein und qualitativ auch das Keyboard vom GPD Win übertrumpfen, das einige Käufer bemängelten.

Ob man auf der gut tippen kann? (Foto: GPD)

Ob man auf der gut tippen kann? (Foto: GPD)

Persönlich bin ich etwas hin- und hergerissen. Mir gefallen die extrem kleinen Ausmaße und das Versprechen, hier einen ganz normalen Rechner erhalten zu können. Ich liebe zwar mein Surface Pro 3 auch nach all den Monaten, die ich das Gerät besitze. Aber manchmal fänd ich es praktischer, wenn meine mobile Arbeitsmaschine kleiner wäre. Schnell in der Tasche verstauen, womöglich sogar in der Jacke – zu verlockend. Nur optisch gefällt mir die Tastatur vom GPD Pocket nicht ganz so.

Ab dem 15. Februar 2017 beginnt der Vorverkauf für 400 US-Dollar über Indiegogo. Crowdfunding ist bei GPD mittlerweile ein Teil des Marketings, die letzten Geräte wurden produziert und ausgeliefert. Das wird, sofern der Business-Laptop auf genügend Interesse stößt,  auch beim Pocket der Fall sein. Später soll der PC 600 US-Dollar kosten.

3 Kommentare zu “GPD Pocket: Dieser Winzig-Laptop passt sogar in die Handtasche

  1. Interessant. Vor allem, dass es mit Linux und Windows angeboten wird und nicht mit irgendeinem abgespeckten Android. Aber 600 € finde ich ganz schön viel für so einen Winzling. Bin gespannt, wie sich das verkaufen wird.

    • Ja, ich finde auch, dass der Standardpreis zu hoch wäre und dann nicht der Realität entspricht. Es ist GPD, nicht Sony, MS oder Apple. Der realistische Straßenpreis ist sicher unter 500 Euro. Denke ich.

      Wobei man natürlich ab morgen für 400 Dollar zuschlagen könnte….

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