Der PC-Markt schrumpft weiter? Kein Grund zur Panik!

Im 1. Quartal 2016 wurden weltweit 11,5 Prozent weniger PCs als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert. Das mag einerseits dramatisch klingen. Doch der PC-Markt ist noch lange nicht tot.

Ein Blick auf die Zahlen macht deutlich: Waren es im 1. Quartal 2015 noch über 68,4 Millionen ausgelieferte Computer (Desktops, Laptops etc.), sank die Zahl ein Jahr später auf 60,6 Millionen Geräte. Trotzdem sollte man sich hier vor Augen halten: Es werden nach wie vor über 20 Millionen PCs pro Monat in den Handel gebracht. Beachtliche Mengen, die in dieser Größenordnung sicher umso gravierender von Schwankungen betroffen sind.

Aktuelle Zahlen. (Foto: IDC)

Aktuelle Zahlen. (Foto: IDC)

Warten mit dem Rechner-Kauf

Die Informationen stammen von den Marktforschern von der IDC, die trotzdem konkrete Gründe für das vermeintliche Einbrechen des Marktes gefunden haben: So warten Geschäftskunden noch mit dem Upgrade auf Windows 10, während Privatkunden ein geringeres Interesse an neuer Hardware bekunden. Vielleicht auch, da diese mehr mit dem Smartphone oder Tablet umgehen, statt wie früher am großen Rechner? In den USA sei der Trend sogar weiter ausgeprägt als in Europa und Asien.

IDC zufolge wird sich der PC-Bereich langsam wieder erholen, zum Jahresende soll die Nachfrage im Business-Sektor wieder ansteigen. Vermutlich könnte das auch im Privatbereich der Fall sein, schließlich steht dann wieder das Weihnachtsgeschäft an. Das kostenfreie Upgrade auf Windows 10 soll zudem die Nachfrage nach neuen Rechnern gedämmt haben, da man eben nicht zwangsläufig neue Hardware für das aktuelle Betriebssystem benötigt. Doch nach Ablauf des einjährigen Angebots von Microsoft könnte sich das Blatt auch damit wieder wenden.

Die erfolgreichsten Unternehmen

IDC listet die fünf größten PC-Hersteller der Gegenwart auf: Lenovo führt die Rangliste an, gefolgt von HP, Dell, Apple und ASUS. Fünf Konzerne teilen sich knapp 70 Prozent des globalen Marktes. In den USA führt unverändert Dell, danach kommen erst HP und Lenovo.

Die Abgesänge auf den PC-Sektor sind so oder so  viel zu früh. Denn zum einen reden wir hier über gewaltige Mengen an Computern, die Monat für Monat ausgeliefert und verkauft werden. Zum anderen ändert sich der Markt kontinuierlich. Neue Entwicklungen wie VR, aktuelle Betriebssystem-Versionen und natürlich individuelle Entscheidungen der Konsumenten sorgen immer wieder für Bewegung. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern.

Wie gefällt Dir dieser Beitrag?
Bewertung wird geladen …

Schreibe einen Kommentar

Hinterlasse hier deinen persönlichen Kommentar. Wir freuen uns über deine Meinung.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *

*