Spotify wächst: Bald mit Videos. Und was genau?

Spotify wächst: Bald mit Videos. Und was genau?

Obwohl Spotify unverändert zu den beliebtesten Musikstreaming-Diensten gehört, wächst der Druck. Apple Music, Google Play Music, Deezer und noch andere Anbieter buhlen um die Gunst der Musikliebhaber. Vielleicht geht es deswegen für Spotify auch in neue Bereiche?


Bereits vor über einem halben Jahr kündigte das schwedische Unternehmen allerlei Erweiterungen für den hauseigenen Service an. Schon im Mai 2015 war von Podcasts und Video-Inhalten die Rede, das Zweitgenannte wird jetzt allerdings definitiv kommen. Laut Wall Street Journal geht es sogar schon los – auch hierzulande. Zuerst wird die App für Android aktualisiert, nächste Woche folgt die Version für iOS-Geräte. Ein Update der Software für stationäre Rechner (Windows, Mac OS X) dürfte ebenfalls in Kürze aufschlagen.

Was kommt?

Es heißt, dass zirka 10 Prozent der bisherigen Nutzer quasi in Form einer Testphase Zugriff auf die Videoinhalte hatten, wir zumindest konnten noch keinen Blick auf das Angebot werfen. Kurze Clips und speziell für Spotify produzierte Videos sollen vor allem eine junge Zielgruppe ansprechen. Aber: Wieso hat man nicht über Musikvideos und passende Playlisten nachgedacht – als Alternative zu den Ansätzen von Youtube bzw. als Möglichkeit der Wiederbelebung guter, alter TV-Sender wie MTV? Vielleicht kommt da noch etwas? Zum Start wird man eine Auswahl von Videopaketen erhalten, die wiederum einige Clips bieten. Als Medienpartner wurden ESPN, Comedy Central, BBC, Vice Media und Maker Studios genannt.

https://www.youtube.com/watch?v=N_tsgbQt42Q

Von Podcasts, denen beispielsweise Apple seit Jahren eine attraktive Plattform bietet, ist gegenwärtig bei Spotify nicht die Rede. Es wird sich auch zeigen müssen, ob die Videos eine Bereicherung darstellen. Das können wir in Kürze selbst herausfinden, da auch Nutzer mit einem kostenfreien Spotify-Account in den Genuss kommen werden. Mit großer Wahrscheinlichkeit dürfte Video-Werbung von Relevanz werden, zumal Spotify trotz 75 Millionen aktiver User (20 Millionen zahlende) nach wie vor keine Gewinne erzielt.

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