Alles sauber: In-Ear-Kopfhörer reinigen, ohne sie zu beschädigen

Du solltest deine In-Ear-Kopfhörer ab und zu reinigen. Wenn es geht, ohne Wasser – dafür mit einigen überraschenden Hilfsmitteln.

Alles sauber: In-Ear-Kopfhörer reinigen, ohne sie zu beschädigen

In-Ear-Kopfhörer oder Ohrstöpsel sitzen direkt in deinem Ohr und verschmutzen deshalb wesentlich schneller als zum Beispiel Over-Ears. Darin befinden sich Ohrenschmalz, Hautpartikel, Reste von Gesichtsreinigern und Lotionen und mehr. Dabei ist es vor allem der Ohrenschmalz, der sich gerne in In-Ears wie Apples EarPods, AirPods oder anderen Stöpseln festsetzt.

Wir sagen dir, wie du die Kopfhörer wieder sauber bekommst und auch wie du die Silikon- oder Schaumstoff-Aufsätze reinigst.

Diese Dinge solltest du bereithalten: 

  • Kleine, weiche Bürste
  • Mikrofasertuch 
  • Klebeband oder Klebeknete

Ohrhörer und In-Ears ohne Silikon- oder Schaumstoffaufsatz reinigen

Als Ohrhörer bezeichnen wir Ohrstöpsel ohne den Silikon- oder Schaumstoffaufsatz. Einige In-Ears wie Apples AirPods haben diese gar nicht erst. Falls du aber Ohrstöpsel mit Aufsatz nutzt, solltest du diesen erst einmal abnehmen. Sei vorsichtig dabei! Ziehst du sie zu schnell ab oder verwendest zu viel Kraft, können sie reißen.

Dann ist es wichtig, dass du kein Wasser oder andere Flüssigkeiten wie Alkohol oder Reiniger für die empfindlichen Stellen verwendest. Die meisten In-Ear-Kopfhörer sind nicht wasserdicht und können durch Feuchtigkeit Schaden nehmen. Am sichersten gehst du also, wenn du gar keine Flüssigkeiten verwendest. 

Fangen wir mit der schwierigsten Stelle an: Das “Problemkind” bei In-Ears ist das Gitter, das sich vor den Soundtreibern befindet. Das ist oft sehr klein, und darin fängt sich gerne der Schmutz, was nicht nur unhygienisch ist, sondern auch den Sound beeinflussen kann. Deshalb solltest du dieses regelmäßig säubern. 

Am einfachsten reinigst du das Gitter mit einer kleinen, weichen Bürste. Damit bekommst du zumindest den groben Dreck entfernt. Hast du die In-Ears länger nicht gereinigt und der Schmalz ist bereits hart, reicht das aber oft nicht aus. 

In Ear Kopfhörer von Phillips
Die Silikonstöpsel solltest du zuerst abnehmen. Quelle: Pixabay

Um härteren Dreck zu entfernen, kannst du zu sogenannter Klebeknete greifen. Schon ein klein bisschen davon reicht aus. Diese drückst du vorsichtig in das Gitter und sie sollte dank ihrer Klebeeigenschaften den Schmutz herausziehen. Danach solltest du das Gitter aber noch mit einem trockenen Mikrofasertuch putzen. 

Hast du keine Klebeknete da und willst dir diese auch nicht besorgen, kannst du alternativ Klebeband nutzen. Das drückst du auf das Gitter und ziehst so den Schmutz am und direkt unterm Gitter hinaus. Auch hier solltest du danach wieder mit dem Mikrofasertuch arbeiten. 

Das Gehäuse reinigen 

Das Gehäuse von In-Ear-Kopfhörern ist nicht ganz so wasserempfindlich wie das Gitter, aber auch hier solltest du mit Flüssigkeiten möglichst sparsam umgehen. Ist das Gehäuse nicht hartnäckig verschmutzt, reicht es in vielen Fällen, es mit einem trockenen Mikrofasertuch abzureiben. 

Sollte das nicht reichen, kannst du auch ein weiches, fusselfreies Tuch verwenden, welches du mit warmem Wasser angefeuchtet hast. Achte hierbei darauf, dass du mit dem Tuch nur das Gehäuse selbst reinigst und nicht das Gitter oder andere Stellen die Flüssigkeit ins Innere lassen könnten wie zum Beispiel ein Ladeanschluss. Anschlüsse reinigst du auf die gleiche Weise wie das Gitter. 

Silikonaufsatz reinigen 

Bei den Silikonaufsätzen musst du – nachdem du sie abgezogen hast – nicht so zimperlich vorgehen. Diese solltest du aber im ersten Schritt von den Kopfhörern entfernen. Danach kannst du sie auch unter warmem, fließendem Wasser reinigen. Bei starken Verschmutzungen kannst du hier auch Reiniger verwenden. Damit solltest du aber immer sparsam umgehen, da sie unter Umständen das Material beschädigen können. 

Dafür gibt es spezielle Kopfhörer-Reiniger, du kannst aber auch Reinigungsalkohol oder Seife verwenden. Damit solltest du aber immer vorsichtig umgehen.

Hast du die Silikonstöpsel sauber bekommen, kannst du sie mit einem fusselfreien Tuch trocknen. Das ist wichtig, da die Fussel sonst später in deinem Ohr landen. Nach dem Abtrocknen solltest du sie noch für ein paar Stunden trocknen lassen, um sicherzugehen, dass sie keine Feuchtigkeit mehr an sich haben. Anschließend kannst du sie wieder auf die Ohrstöpsel stecken, welche du zuvor gereinigt hast. 

So einen Silikonaufsatz findest du unter anderem bei den Libratone Air+ der zweiten Generation, die wir für dich getestet haben:

Schaumstoff-Aufsatz reinigen 

Mit Schaumstoff-Stöpseln ist das Ganze schon etwas schwieriger, aber auch machbar. Das Problem hier ist, dass Schaumstoff grundsätzlich löchrig ist und der Schmutz sich dadurch schnell in den Poren versteckt, aus denen er nur schwierig herauszubekommen ist. 

Auch Schaumstoffaufsätze solltest du vor der Reinigung von den Ohrstöpseln entfernen. Dann kannst du nämlich versuchen, diese gründlich mit Wasser abzuspülen. Viele Sport-In-Ears kommen mit Schaumstoff-Aufsätzen, die wasserabweisend sind, hier sollte das am besten funktionieren. Anderer Schaumstoff könnte aufquellen, das sollte sich aber auch wieder legen, nachdem er getrocknet ist. 

Alternativ kannst du hier auch Klebeband verwenden, um Schmutz aus den Poren zu ziehen. Tiefer sitzenden Dreck bekommst du damit aber auch nicht heraus. Bei Schaumstoff-Stöpseln empfehlen wir dir, diese von Zeit zu Zeit auszutauschen. 

Schaumstloff-Aufsatz für In-Ear Kopfhörer
So sehen die kleinen Schaumstoffaufsätze aus. Quelle: Auvisio Universal

Case reinigen 

Auch das Case oder die Hülle, in denen du viele In-Ears aufbewahrst und lädst, solltest du hin und wieder reinigen. Hier handelt es sich in den meisten Fällen um ein elektronisches Gerät, weshalb du Feuchtigkeit meiden solltest. Die meisten Cases haben einen USB-C-Anschluss, über den du die Kopfhörer laden kannst. 

Diesen und die Konnektoren zu den Kopfhörern sollten auf keinen Fall in Berührung mit Wasser oder Reinigern kommen. Am besten reinigst du das Case also mit einem trockenen Mikrofasertuch. Bei schweren Verschmutzungen kannst du es auch leicht feucht nutzen, das solltest du aber nicht in der Nähe von oder an den Anschlüssen tun. 

Findest du allerdings viel Schmutz in den Anschlüssen kannst du versuchen sie mit einem dünnen, harten Gegenstand wie einem Zahnstocher zu reinigen. Der solltest du allerdings auch vorsichtig vorgehen.

JBL In-Ears und Ladecase
Auch das Case kann eine Reinigung vertragen. Quelle. Pixabay

Fazit 

Gerade von den Anschlüssen und dem Innenleben der In-Ears solltest du Wasser und andere Flüssigkeiten fernhalten, wenn du lange Spaß mit deinen In-Ears haben möchtest. Außerdem solltest du sie regelmäßig reinigen, um starken Verschmutzungen vorzubeugen. 

Gehst du bei der Reinigung selbst vorsichtig vor, hast du mit großer Wahrscheinlichkeit lange Spaß an hygienisch sauberen In-Ear-Kopfhörern.

Kann man In-Ears auch fürs Gaming verwenden? Das haben wir anhand der Logitech G333 getestet:

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