Harman Kardon Invoke: Sprachassistentin Cortana im Lautsprecher

Sprachassistenten erobern zunehmend unseren Alltag. Microsofts Cortana schafft es bald auch ins Wohnzimmer – mit Unterstützung von Harman Kardon. Der Hersteller veröffentlicht im Herbst den Lautsprecher Invoke.

Oh, Invoke sieht ja fast wie der Echo-Speaker von Amazon aus. Zufall? Vermutlich nicht. Aber die Unterschiede liegen im Detail und sind für manche nicht irrelevant. Statt Alexa kommt Microsofts Cortana zum Einsatz, die Sprachassistentin, die ihr vielleicht von Windows 10 kennt. Versprochen wird auch hier ein 360-Grad-Klang für angenehmen Sound in den heimischen vier Wänden. Metallgehäuse und ein insgesamt ansprechendes Design sowie ein kreisrundes LED-Licht in Form des Cortana-Logos auf der Oberseite gibt’s ebenfalls. Mittels Drehring wird die Lautstärke justiert, sieben Mikrofone nehmen die menschliche Stimme wahr und aktivieren mittels „Hey Cortana“ den Assistenten. Und was ist nun anders?

Besitzt Harmon Kardon Invoke Besonderheiten?

Cortana unterscheidet sich in ein paar Bereichen von Alexa. Im deutschsprachigen Raum kann Microsofts KI Wörter erstaunlich authentisch betonen und so zumindest ansatzweise menschlicher wirken. Das in meinen Augen größte Highlight von Invoke mit Cortana ist die Tatsache, dass ihr via Skype mit Freunden telefonieren dürft. Diese Integration bietet Alexa nicht, auch wenn Echo Show dank Kamera und Display schon Video-Telefonate zur Verfügung stellt. Skype dagegen dürfte sehr viel verbreiteter sein als das System des Mitbewerbers. Eine Kommunikation mit den über 145 Millionen Windows-10-PCs weltweit, auf denen Cortana installiert ist, dürfte nicht ausgeschlossen sein – im Zweifel dann über den Umweg Skype. Allein diese Möglichkeit könnte schon ein Kaufargument für manche sein.

Mit LED-Fläche auf der Oberseite. Aber offenbar ohne Buttons. (Foto: Harman Kardon)

Mit LED-Fläche auf der Oberseite. Aber offenbar ohne Buttons. (Foto: Harman Kardon)

Die Zukunft

Harman Kardon Invoke dürfte genauso von der Zukunft von Cortana profitieren. So integriert Microsoft mit einfachen Mitteln die von Alexa stammenden Skills in die eigene Plattform, sodass Entwickler schnell ihre Anwendungen übertragen können. Eine Smart-Home-Steuerung bietet Cortana ebenfalls. Generell möchte Microsoft – genauso wie übrigens Amazon bei Alexa – die hauseigene Sprachassistentin für Dritthersteller öffnen und die Flexibilität erhöhen. Invoke dürfte also der Anfang sein, viele weitere Geräte könnten in absehbarer Zeit folgen.

Ein Lifestyle-Produkt, keine Frage. (Foto: Harman Kardon)

Ein Lifestyle-Produkt, keine Frage. (Foto: Harman Kardon)

Harman Kardon Invoke wird diesen Herbst zuerst in den USA bei ausgewählten Händlern und in Microsoft Stores erscheinen. Ob das attraktive Lautsprecherchen den Weg in hiesige Gefilde schafft? Aktuell leider noch völlig unklar.

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