Grundig DTR 5100 ausgepackt: DAB+-, Podcast- und Internetradio

Wenn eine Quelle zu wenig ist, kommt ein kombiniertes Radio ins Spiel: Das Grundig DTR 5100 vereint DAB+, UKW, Internetradio, Podcasts und vieles mehr.

Grundig DTR 5100 ausgepackt: DAB+-, Podcast- und Internetradio

Angekündigt war die Überraschung bereits, und ich hatte schon ein paar Tage gerätselt, was mir der Weihnachtsmann da unter den Baum legen würde. Jetzt hat sich das Rätsel gelüftet: es ist ein Internetradio von Grundig, das Grundig DTR 5100.

Mehr als nur ein Radio

Das heißt, Internetradio allein reicht nicht. Eigentlich ist es ein Internet-DAB+-FM-Radio-Bluetooth-Lautsprecher-Wecker-mit-Podcast-Player. Und mit Fernbedienung. Die Batterien für die Fernbedienung liefert Grundig erfreulicherweise gleich mit. Außerdem eine Bedienungsanleitung, die du aber eigentlich nicht benötigst.

Denn sobald du das Grundig Internetradio (nennen wir es der Einfachheit halber mal so) mit Strom versorgst, startet der Einrichtungsassistent und führt dich durch die ersten Schritte. Zunächst verbindest du dich mit deinem WLAN. Das geht ganz leicht: WLAN auswählen, WPS-Knopf auf deinem Router drücken, und die Verbindung baut sich in wenigen Sekunden auf. Danach kannst du auf Entdeckungsreise gehen und dich durch die verschiedenen Menüs hangeln.

Weckt den Entdecker in dir

Zur Wahl stehen dir folgende Modi: Internetradio, Podcast, Musikwiedergabe von einem angeschlossenen USB-Medium, DAB+-Radio, FM-Radio, Bluetooth und Aux-in.

Aller guten Radio-Modi sind drei? Warum solltest du auf drei verschiedene Arten Radio hören wollen? Weil alle drei ihre Vor- und Nachteile haben. FM-Radio hörst du ganz klassisch analog über Ultra Kurz Welle (UKW). Das heißt, du kannst nur regional begrenzte Sender empfangen. Die Qualität kann schwanken und es kann auch mal zu Rauschen kommen, wenn du einen Sender nur schwach empfangen kannst. Dafür funktioniert das auch ohne Internet und mit wenig Energie.

DAB+-Radio dagegen bietet dir digitalen, terrestrischen Empfang. Du kannst mehr Sender empfangen, aus dem ganzen Bundesgebiet und meist auch in etwas besserer Qualität. Internet brauchst du hierfür nicht.

Das ist dafür beim Internetradio (wie der Name schon sagt) unverzichtbar. Hier kannst du Sender aus der ganzen Welt empfangen, außerdem viele Zusatzinfos über den Sender, den Interpreten oder das Stück, dass gerade gespielt wird. In diesem Modus kannst du am besten auf Entdeckungsreise gehen und dir zum Beispiel Sender anzeigen lassen, die sich ganz der Barockmusik verschrieben haben oder auch bestimmten Dekaden der Musikgeschichte.

Je nach Sender musst du allerdings auch mal mit einer kurzen Werbeunterbrechung rechnen. Aber davor bleibt man ja heutzutage nirgendwo verschont.

Spielt auch Podcasts

Was du noch entdecken kannst, sind neue Podcasts. Hier kannst du länderspezifische Podcasts suchen, besonders populäre oder bestimmte Genres. Nur die Eingabe der Suche ist ein bisschen mühsam. Du musst von Buchstabe zu Buchstabe scrollen und jedes Mal bestätigen, um einen Namen oder Suchbegriff einzugeben.

Mit Schlaffunktion, Wecker und Fernbedienung

Wenn du sichergehen möchtest, dass dein Radio nicht die ganze Nacht spielt, während du schon längst eingeschlafen bist, kannst du eine Schlaffunktion aktivieren, die dafür sorgt, dass sich das Internetradio nach einer vorangestellten Zeit automatisch ausschaltet.

Und natürlich ist auch ein Wecker mit an Bord. Besser gesagt sind es sogar zwei Weckzeiten, zu denen du dich mit deinem Internetradio wecken lassen kannst.

Außerdem musst du dich nicht direkt vor das Gerät setzen, um es zu bedienen. Mit der Fernbedienung kannst du alle Funktionen aufrufen, einige sogar einfacher als direkt am Gerät. So kannst du zum Beispiel die Anzeige per Knopfdruck über die Fernbedienung dimmen, falls du es als Wecker benutzt und es dir im dunklen Zimmer nachts zu hell sein sollte.

Ein bisschen mühsam ist es, die Batterien einzulegen, denn der Deckel des Fachs lässt sich nicht ganz öffnen. Aber zum Glück kommt so ein Batteriewechsel ja auch nicht besonders häufig vor.

Fernbedienung mit offenem Batteriefach
Fernbedienung mit offenem Batteriefach

Unser Platz: im Badezimmer

Der Einsatzort des Internetradios wird wohl unser Badezimmer sein. Meine Frau hört in der Wanne gerne einmal das Morgenradio zum Aufwachen, ich höre gerne auch mal Bach, wenn ich mir zum Rasieren die Klinge an den Hals setze. Bislang hat unser Ikea/Sonos-Lautsprecher diese Aufgabe übernommen, aber mit dem gab es immer wieder mal ein Problem, den gewählten Inhalt mit einem Knopfdruck abzuspielen.

Dann musste zum Beispiel erst einmal ein Update über die Sonos App eingespielt werden, um ihn wieder zum Laufen zu bringen. Wenn man einfach nur einen Knopf drücken und Radio hören möchte, kann das schon ziemlich nerven, vor allem morgens, wenn man noch nicht einmal richtig wach ist.

Das passiert dir mit dem Grundig Internetradio nicht. Auch wenn du den Stecker ziehst, um es in einen anderen Raum zu tragen, gehen die Einstellungen nicht verloren. Beim Starten verbindet sich das Internetradio wieder mit einem WLAN und beginnt, mit dem zuletzt eingestellten Sender zu spielen. Apropos eingestellter Sender: zwei Favoriten sind direkt mit einem Knopfdruck erreichbar, 18 weitere kannst du durch einen Druck auf Preset anzeigen lassen, wenn du sie vorher gespeichert hast.

Fazit: Überraschend vielseitig

Ich hätte nicht gedacht, dass ein Internetradio in unserem Haushalt seinen Platz finden würde. Aber das Grundig hat mich eines Besseren belehrt. Ich kann nicht nur Radio hören, sondern auch Podcasts und interessante Internet-Sender entdecken, Musik von einem USB-Speichermedium abspielen oder es mit ein paar Knopfdrücken zu einem Bluetooth-Lautsprecher machen. Dank Bassreflex und Equalizer hört sich das auch sehr ordentlich an.

Unsere Bewertung
  • Drei Radioarten, Podcasts, Bluetooth, Aux-In, USB und Wecker
  • Einfach und nachvollziehbar, die Anleitung braucht man kaum
  • Schlicht und schwarz, Gehäuse zwar aus Kunststoff, aber sehr wertig
  • Sound dank Bassreflex und Equalizer sehr ordentlich
  • Spotify Connect bleibt leider den größeren Geschwistern vorbehalten

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