Deutscher Musikmarkt: Streaming überholt Downloads, sägt an der CD

Wie lange wird es physische Datenträger in Zeiten von Downloads und Streaming noch geben? Laut aktuellen Zahlen, die der Bundesverband der Musikindustrie kürzlich veröffentlichte, sinkt zwar die Bedeutung der CD. Doch das scheint noch gar nichts zu bedeuten.

CD dominiert weiterhin den Markt

Ein Blick auf die Halbjahresstatistiken 2016 macht deutlich: 60,4 Prozent der Musikverkäufe gehen auf das Konto der physischen Datenträger, also CD (52,3 Prozent), DVDs und Blu-rays (3,2 Prozent) sowie Vinyl-Alben (4,3 Prozent). Das heißt auch: Die gute, alte CD dominiert auch nach Jahrzehnten noch den hiesigen Markt. Dennoch: Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war ein Rückgang um 9,6 Prozent festzustellen, was unter anderem der steigenden Beliebtheit der Streamingdienste zu verdanken ist.

Die aktuelle Verteilung des Kuchens. (Foto: BVMI)

Die aktuelle Verteilung des Kuchens. (Foto: BVMI)

Vinyl bleibt eine konstante Randerscheinung

Während die nostalgische Schallplatte von 3,1 Prozent auf 4,3 Prozent Marktanteil wuchs (Haben wir das wirklich nur den Hipstern zu verdanken? :-), legte der digitale Bereich ordentlich zu. Die 39,6 Prozent verteilen sich weitgehend auf gekaufte Downloads (14 Prozent) und Streaming (Spotify, Apple Music, etc.; 24,4 Prozent).

Am Schluss aber profitieren wohl nach wie vor alle großen Bereiche des deutschen Musikmarktes. Der steigerte sich sogar im ersten Halbjahr um 3,6 Prozent. 2016 könnte die Branche 1,6 Milliarden Umsatz knacken. Aber: Die Digitalisierung ist nicht aufzuhalten, trotz (wiederkehrender) Trends wie die vergleichsweise unbedeutende Schallplatte. Dass es bald keine CD-Player oder Plattenspieler mehr geben wird – das ist in Anbetracht der Zahlen wirklich sehr unwahrscheinlich. Einzig die Künstler und Musikkonzerne machen sich zunehmend Sorgen, müssen doch nach wie vor rechtliche Regelungen im Internet gefunden werden.

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