Der Artikel erschien ursprünglich am 14. Oktober 2025. Er erhielt am 15. Januar 2026 eine ausführliche Überarbeitung, da Bose das Feedback der Kund:innen ernst genommen hat. Zwar wird der Support tatsächlich eingestellt, doch kannst du SoundTouch-Produkte weiterhin recht uneingeschränkt verwenden.
Am 6. Mai 2026 endet der Support für sämtliche Bose-Geräte der SoundTouch-Reihe. Solltest du einen solchen Lautsprecher besitzen, kannst du die Geräte als Lautsprecher weiter nutzen, musst aber Limitierungen hinnehmen. Möglicherweise betrifft dich dies aber weniger, als du vielleicht befürchtest. Denn längst nicht alle dürften die Funktionen genutzt haben, die eingestellt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Inhalt:
- Wieso beendet Bose die Unterstützung für SoundTouch-Produkte?
- Was funktioniert bald nicht mehr?
- Wie viele SoundTouch-Geräte sind betroffen?
- Ist mein SoundTouch-Lautsprecher bald Elektroschrott?
- Wie nutze ich meinen Bose SoundTouch in Zukunft am besten?
- Was passiert mit meinen persönlichen Daten?
- Wie geht’s mit Bose SoundTouch weiter?
Wieso beendet Bose die Unterstützung für SoundTouch-Produkte?
Bose zufolge ist das Unternehmen nicht mehr in der Lage, die „Entwicklung und den Support der Cloud-Infrastruktur …“ dieser älteren Produktgeneration aufrechtzuerhalten. 2013 kamen die SoundTouch-Systeme erstmals in den Handel, innerhalb der letzten zehn Jahre hätten sich die Technologien und vor allem die Anforderungen der Kund:innen weiter entwickelt.
Bose sei es nicht möglich, die alten Geräte mit neuen Standards zu versehen, beispielsweise durch Updates. Auch könne man die alten Strukturen nicht weiter betreiben, im konkreten Fall die Cloud-basierten Dienste und die SoundTouch-App.

Sicherlich spielt ein weiterer Aspekt eine Rolle: Das Hosting zentraler Dienste für die smarten Funktionen der Boxen ist mit möglicherweise nicht gerade geringen Kosten für den Hersteller verbunden.
Was funktioniert bald nicht mehr?
Ab dem 6. Mai 2026 kannst du folgende Features nicht mehr mit SoundTouch-Produkten verwenden:
- Cloudbasierte Funktionen wie das Durchsuchen von Musikdiensten in der Bose-App
- Funktion der Preset-Tasten am Gerät sowie das Erstellen und Ändern von Presets
- Zugriff auf und Streaming über die integrierten Dienste wie Spotify, TuneIn & Co.
Weitere Sicherheitsupdates wird es ab diesem Tag nicht mehr geben. Die SoundTouch-App dürfte auch in Zukunft noch erhältlich sein, mit ihr kannst du also weiterhin Lautsprecher im WLAN finden, diese konfigurieren und individualisieren. Medien aus der Cloud lassen sich mit ihr nicht mehr nutzen.
Bose zufolge könnten vorhandene Presets weiterhin funktionieren, eine Garantie gibt es allerdings nicht. Das kommt sicher darauf an, womit die Tasten belegt sind.
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Wichtig zu wissen
Sobald das Update für deine SoundTouch-Lautsprecher erhältlich sind, solltest du diese über die SoundTouch-App aktualisieren. Das sollte bis spätestens dem 6. Mai 2026 passieren. Verzichtest du auf das Update, könnten die Speaker nicht mehr ordnungsgemäß funktionieren.
Wie viele SoundTouch-Geräte sind betroffen?
Es ist nicht möglich herauszufinden, wie viele SoundTouch-Geräte aktuell noch in Betrieb sind. Aber eines ist sicher: Bose würde den Service wohl nicht einstellen, wären noch zig Zehntausende Anwender:innen mit ihren Lautsprechern betroffen.
Wir gehen davon aus, dass Mitarbeiter:innen bei Bose sehr wohl analysieren konnten, wie viele Leute die Konsequenzen des Support-Endes bemerken werden. Und wie viele nicht. Gut möglich, dass das Ergebnis zum Einstellen der Dienste geführt hat, also schon jetzt nicht mehr viele Menschen die eingestampften Dienste verwenden.
Ist mein SoundTouch-Lautsprecher bald Elektroschrott?
Bevor du deinen damals teuer erworbenen SoundTouch-Lautsprecher zum Wertstoffhof bringst, müssen wir mal kurz auf die Stop-Taste drücken, Denn das musst du keinesfalls: Zwar musst du auf smarte Optionen künftig verzichten, nicht aber auf die regulären Funktionen des Speakers. Oder anders gesagt: Vieles wird auch in Zukunft noch gehen.
Unter anderem die SoundTouch 10, SoundTouch 20 Series III und SoundTouch 30 Series III verfügen über Bluetooth und AUX-Eingänge, die nach wie vor einsatzbereit sind.

Besitzt du ein Bose SoundTouch-Heimkino-Produkt wie Lifestyle 650, SoundTouch 130 oder SoundTouch 300 Soundbar, stehen dir die optischen Eingänge, Bluetooth und die HDMI-Ports weiterhin zur Verfügung.
Konkret bedeutet dies also: Das Koppeln zum Beispiel mit einem Smartphone oder Tablet zum Streamen auf den Lautsprecher ist kein Problem. Sind deine (geeigneten) SoundTouch-Speaker mit deinem Fernseher bzw. zum Beispiel Blu-ray-Player über ein optisches Kabel oder HDMI verbunden, musst du an deiner Konfiguration nichts ändern. Alles bleibt wie gehabt.
Mit dem angekündigten letzten Update für die SoundTouch-App und deine Geräte führt Bose einen lokalen Modus ein, mit dem du weiterhin deine Speaker gruppieren darfst. Multi-Room bleibt also erhalten. Voraussetzung ist, dass du den Stream lokal einspeist, beispielsweise über Bluetooth oder AUX.
Wichtig zu wissen: Auf Spotify Connect und AirPlay musst du nicht verzichten.
Wie nutze ich meinen Bose SoundTouch in Zukunft am besten?
Besagtes Koppeln eines Smartphones über Bluetooth dürfte künftig die einfachste Methode sein, weiterhin Musik zum Beispiel von Spotify auf den Lautsprecher zu bringen.
Eine weitere Möglichkeit wäre es, sich für einen „kleinen“ Smart Speaker zu entscheiden und diesen über einen vorhandenen AUX-Ausgang mit dem SoundTouch (sofern AUX-Eingang vorhanden) zu verbinden. Auch ein Koppeln via Bluetooth sollte in den meisten Fällen funktionieren. Mit einem Amazon Echo Dot, einem Echo Spot oder einem Google Nest Mini beispielsweise kannst du deinen Bose-Speaker „smarter“ machen und via Sprachsteuerung kontrollieren.

Da die Heimkino-Speaker der SoundTouch-Reihe ohnehin auf HDMI und optisches Kabel ausgelegt waren, gibt es hier nichts weiter zu ändern.
Was passiert mit meinen persönlichen Daten?
Bose verspricht, dass der Hersteller alle deine Nutzungs- und Telemetriedaten, die mit deinem SoundTouch-Gerät verknüpft sind, komplett löscht.
Nicht betroffen ist wiederum dein „Mein Bose“-Konto, vor allem wenn du dieses für andere Bose-Produkte aktiv nutzt.
Über das Datenschutz-Anfrageformular erhältst du die Chance, deine SoundTouch-Daten herunterzuladen, zu löschen oder dein „Mein Bose“-Konto komplett zu entfernen.
Wie geht’s mit Bose SoundTouch weiter?
Nach dem großen Frust vieler SoundTouch-Besitzer:innen reagierte Bose und kündigte Änderungen an. Das Einführen eines lokalen Modus und das weitere Benutzen von Multi-Room dürfte nicht wenige Kund:innen zufriedenstellen. Und anderen wiederum könnte das „zu wenig“ sein. Aber hier wird’s wiederum spannend.
Denn Bose veröffentlichte bereits eine Dokumentation der SoundTouch-API sowie alle technischen Spezifikationen für die Kommunikation der Speaker zur freien Verfügung. Unabhängige Entwickler:innen sollen so in der Lage sein, eigene Apps zu entwickeln oder die Geräte in vorhandene Software zu integrieren.
Zwar sind uns abgesehen von der Integration ins offene Smart-Home-System Home Assistant noch keine Apps bekannt, die bereits auf diese API zugreifen, doch sind wir guter Dinge, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. So oder so gilt: Zum Wegschmeißen sind funktionierende SoundTouch-Speaker ohnehin viel zu schade. Die Einschränkungen, die ab dem 6. Mai 2026 gelten, sind unserer Auffassung nach aber akzeptabel. Auch, weil viele Lautsprecher schon 10 Jahre und älter sind.

Hersteller zwingen, unsupported software als open source freizugeben klingt interessant, bringt wahrscheinlich nicht wirklich was, außer das einige Beamte in Brüssel davon leben könnten.
Wieso sollten davon Beamte in Brüssel gut leben können? 🤔 Zwang ist natürlich keine schöne Methode, aber es stellt sich andererseits die Frage: Wenn gekaufte Geräte irgendwann nicht mehr gehen, weil der Hersteller sie quasi aus der Ferne ihrer Funktionalität beraubt, ist das nicht kundenfreundlich. Käufer zu schützen, halte ich persönlich durchaus für sinnvoll. Das gilt ja auch für das Kaufen von Games, die nach ein paar Jahren nicht mehr online gespielt werden können. So richtig fair fühlt sich das nicht an.
Erst rauchen meine teuren Bose Companion 20 ab – nicht reparierbar. Und jetzt das: Mein Soundtouch 20 funktioniert noch immer prima – aber Bose legt das Teil still.
Fazit: Bose ist für mich durch. Endgültig.
Sehr kundenfreundlich
Hab 3 Stück davon ..10er, 20er und 30er..und hab alle 6 Tasten bei allen gleich belegt. mich mit 70 Jahren zu neuem, unbekannten zu bewegen verursacht Ängste…. und billig waren die 3 auch nicht
Kann man das Update der Bose-App für die Soundtouch-Produkte selbst verhindern?