Bluetooth-Lautsprecher: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung

Bluetooth-Lautsprecher sehen gut aus, sind ungeheuer praktisch und haben mächtig Wumms. Mit fallenden Preisen und steigenden Temperaturen offenbart sich allerdings ein Problem: Nicht jeder weiß verantwortungsvoll damit umzugehen.

Neulich am Bonner Stadthaus: Ein paar Gestalten haben es sich auf Rondells bequem gemacht, trinken und rauchen Wasimmer. Dabei beschallen sie die Umstehenden mit schlechter Musik aus einem Bluetooth-Lautsprecher. Leidtragende Beobachter des Geschehens wundern und ärgern sich zugleich: Die sind ganz schön laut geworden, diese mobilen Lautsprecher! Und: Die Musikauswahl ihrer Besitzer wird dadurch leider nicht besser.

Was war das damals schön im Bus

Monotoner deutscher Hiphop, Housebeats in Endlosschleife. Fast schon froh ist man, wenn mal ein bekannter Charthit die Nachbarschaft beschallt. Problematisch ist, dass Zeitgenossen mit einem Bluetooth-Lautsprecher in der warmen Jahreshälfte nahezu überall zu finden sind, wo man am liebsten mal ein bisschen Ruhe hätte. Im Schwimmbad, im Park, an der Flusspromenade. Klar, bei Preisen ab unter 100 Euro sind die Dinger längst für die breite Masse erschwinglich geworden.

Fast sehnt man sich die Zeiten zurück, in denen einschlägige Charaktere hinten im Bus ihren Freunden bloß die neuesten Klingeltöne vorgespielt haben. Das war nervig und irritierend, aber wenigstens nicht so laut, als dass man sich mit seinen eigenen Kopfhörern und einer Spotify-Playlist dem Geschehen nicht hätte entziehen können.

Wir könnten dagegenhalten

Und man denkt unweigerlich an diese Szene aus dem ersten Spiderman-Film, in der der Onkel dem jungen Peter Parker folgenden Satz mit auf den Weg gibt: Aus großer Kraft folgt große Verantwortung. Ja, das lässt sich auch auf die Besitzer von Bluetooth-Lautsprechern übertragen: Ihr habt die basslastige Macht in euren Händen. Setzt sie maßvoll ein!

Es müssen ja nicht gleich Vivaldis “Vier Jahrzeiten” sein. Aber gute Musik hat auf guten Anlagen noch immer besser geklungen. Und noch eins zeichnet gute Bluetooth-Lautsprecher aus: ein Lautstärke-Regler. Und ja, darauf kann man auch mal die Minus-Taste drücken. Denn dass ich mich mit einer eigenen Bluetooth-Box neben euch stelle und mit meiner Musikauswahl dagegen halte: Seid euch sicher, das wollt ihr nicht!

Ihr wisst eure Macht einzuschätzen und seid euch sicher, dass ihr niemandem auf die Nerven gehen werdet? Super, dann – aber auch nur dann! – tretet ein schaut euch nach chicen Bluetooth-Lautsprechern um.

Beitragsbild: Baron Chandler via Flickr unter CC-Lizenz BY-ND 2.0

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