Ausblick 2016: Was sich für Energieverbraucher im nächsten Jahr alles ändert

Zum Jahreswechsel treten zahlreiche Änderungen bei Gesetzen und Verordnungen für Energieverbraucher in Kraft. Alles, was ihr hierzu jetzt wissen müsst, erklären wir euch hier.

Jeder Jahreswechsel bringt in der Regel nicht nur zahlreiche gute Vorsätze mit sich, sondern auch mindestens ebenso viele neue Gesetze und Verordnungen. Was für private Haushalte beim Thema Energieverbrauch ab 2016 wichtig wird, haben wir für euch zusammengefasst:

Strompreise
Es gehört mittlerweile zu einem Ritual, das kaum noch jemanden überrascht: Viele Netzbetreiber werden auch 2016 die Entgelte wieder erhöhen. Zudem steigt die Ökostromumlage von 6,17 auf 6,35 Cent. Im Gegenzug sinken zwar die Preise an der Strombörse, unter dem Strich wird Strom aber wohl für viele Haushalte teurer. Verbraucher sind dagegen aber keineswegs wehrlos: Bei Preiseerhöhungen ist es immer ratsam, durch den Versorger einen Tarif- oder Anbieterwechsel zu prüfen. In diesem Fall habt ihr nämlich ein prinzipielles Sonderkündigungsrecht. Wer Hilfe beim Wechsel benötigt, kann sich an einen Energieberater der Verbraucherzentrale wenden.

Anforderungen an Neubauten
Ab 2016 gelten für Neubauten die neuen, strengeren Standards der Novelle der Energieeinsparverordnung von 2014 (EnEV). Dadurch wird die Obergrenze für den Energiebedarf von neu errichteten Gebäuden um 25 Prozent gesenkt. Die Angabe bezieht sich ausschließlich auf den Primärenergiebedarf. Wärme und Strom aus erneuerbaren Energien, etwa einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe, werden nicht mit eingerechnet. Zudem wird der erlaubte Wärmeverlust durch die Gebäudehülle um 20 Prozent verringert. Somit wird bei vielen Häusern die Anbringung einer dickeren Dämmung erforderlich werden.

Heizung
Neue Heizgeräte müssen schon seit vergangenem September das EU-Energielabel tragen – ähnlich wie das beispielsweise bei Waschmaschinen der Fall ist. Ab dem 1. Januar 2016 kommt eine eigene Kennzeichnung für Heizungsgeräte dazu, das sogenannte „Nationale Effizienzlabel für Altgeräte“. Schritt für Schritt sollen ab 2016 alle Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind, gekennzeichnet werden. Das kann etwa ein Energieberater vornehmen oder auch ein Schornsteinfeger. Das Anbringen des Labels ist für Verbraucher kostenlos, darf aber auch nicht verweigert werden.

Energielabel
Das nun schon länger bekannte Energielabel gibt es ab dem 1. Januar kommenden Jahres auch für Wohnraumlüftungsgeräte. Ausgewiesen werden auf dem Etikett die Energieeffizienzklassen von A+ bis G, die Geräuschemissionen sowie der Volumenstrom, also die Menge bewegter Luft. Bei Lüftungsanlagen, die in der Regel ununterbrochen in Betrieb sind, ist ein niedriger Stromverbrauch verständlicherweise besonders wichtig. Und dieser Tatsache will die Neuverordnung nun gerecht werden.

Ein umweltbewusster Umgang mit Elektroequipment und gegebenenfalls auch der Neukauf besonders energieeffizienter Geräte in Haushalten, in denen noch immer alte Stromfresser in Betrieb sind, wird ab 2016 also noch relevanter als bislang. Mehr Tipps und Informationen bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in Privathaushalten gibt die Energieberatung der Verbraucherzentrale online, bei einem persönlichen Beratungsgespräch oder auch telefonisch unter der kostenfreien Nummer 0800-809 802 400.

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